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Schnapszahl-Datum 22.2.2022 lässt Nachrodter und Altenaer kalt

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Von: Susanne Fischer-Bolz

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Nur 43 Hochzeiten sind bislang in 2022 geplant
Nur 41 Hochzeiten sind bislang in 2022 geplant © Agentur, dpa

Sie klingen gut und sind leicht zu merken: 2.2.22 oder 22.2.22. Die beiden Schnapszahl-Daten sind geradezu prädestiniert für Hochzeitstermine, oder? Anderswo schon. In Nachrodt nicht. Für den 2. Februar gibt es beim Standesamt Untere Lenne gar keine Anmeldung, für den 22. Februar sind nur zwei Trauungen geplant. Kurzentschlossenen Paaren sei gesagt: Mehr sind möglich.

Nachrodt-Wiblingwerde/Altena – „Bei so besonderen Daten würden wir es aber auf jeden Fall möglich machen, auch weitere Trauungen durchzuführen“, sagt Sebastian Putz, der den Fachbereich Sicherheit und Ordnung bei der Gemeinde leitet, aber auch als Standesbeamter Brautpaare in die Ehe geleitet. „Das ist für mich eine große Freude“, sagt Sebastian Putz. Er ist auch stolz, dass er ein Teil des Ereignisses darf. „So ist die Eheschließung doch neben der Geburt eines Kindes das schönste Erlebnis zweier Menschen, die sich lieben. Im Bereich des Ordnungsamtes muss man sehr häufig Dinge entscheiden oder veranlassen, die nicht zur Freude des Betroffenen sind. Bei einer Eheschließung ist das natürlich ganz anders. Da ist die Stimmung auch eine ganz andere, da die Leute mich alle freudig erwarten.“

Das Standesamt Untere Lenne meldet für dieses Jahr bislang 41 geplante Hochzeiten. 43 Eheschließungen waren es im vergangenen Jahr in der Doppelgemeinde, 84 in Altena. Es verstarben 56 Nachrodter und 138 Burgstädter.

Gästezahl richtet sich nach Trauzimmer

Das Standesamt Untere Lenne hat zwei Standesbeamte in Vollzeit und drei Kolleginnen, die aber nicht Vollzeit für das Standesamt tätig sind. Die Stellen enthalten auch andere Aufgaben. Zudem gibt es sieben Traustandesbeamte, die bei Eheschließungen aushelfen können. Grundsätzlich gilt im Moment bei allen Hochzeiten: Die zulässige Gästeanzahl richtet sich nach der Beschaffenheit des Trauzimmers. Im Amtshaus der Gemeinde dürfen zehn Gäste dabei sein, in der Heimatstube, die allerdings im Moment nicht zur Verfügung steht, sind sechs Hochzeitsbegleiter erlaubt.

Im Kaisersaal im Schlosshotel Holzrichter dürfen 25 Personen sein, im Rathaus der Stadt Altena ist die Zahl der Gäste auf 20 beschränkt, in der Burg Holtzbrinck 18, auf der Burg Altena in der historischen Jugendherberge 40, im Saal von Gasthof Spelsberg ebenfalls 40, im Kaminzimmer bei Spelsberg sind zwölf Besucher erlaubt. Und natürlich spielen die Inzidenzzahlen eine große Rolle beim Thema Hochzeiten. Es gilt die am Vortag der Trauung vorhandene Inzidenz des RKI,

3 G-Regel bei einer Inzidenz von 0 – 34,9: Das Brautpaar und alle Gäste der Trauung müssen zur Teilnahme an der Trauung einen gültigen Nachweis über den vollständigen Impfschutz/ Genesung oder einen negativen Corona-Schnelltest einer zertifizierten Stelle vorweisen, der nicht älter als 24 Stunden sein darf. Es gilt eine Maskenpflicht für alle Personen, die Maske kann am Sitzplatz abgenommen werden.

Maskenpflicht auch draußen

Ist die Inzidenz 35 und höher gelten alle Bestimmungen wie zuvor, zudem gilt eine Maskenpflicht für alle Personen, auch wenn die Trauung im Außenbereich stattfindet. „Eheschließungen machen natürlich viel Spaß. Und wenn ich die Zeit dafür hätte, würde ich mehr Trauungen übernehmen. Aber es sind ja nicht nur die 20 Minuten der Eheschließung. In der Regel schreibt man auch eine persönliche Traurede. Da ist der Zeitaufwand natürlich hoch“, sagt Sebastian Putz.

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