Schlechter Straßenzustand

Hilferuf aus Hallenscheid

In schlechtem Zustand: der Hallenscheider Weg in Nachrodt
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In schlechtem Zustand: der Hallenscheider Weg in Nachrodt-Wiblingwerde

Ein Hilferuf sendet Volker Kückelhaus an die Politiker in Nachrodt: Der Hallenscheider Weg ist in einem miserablen Zustand. Doch in diesem Jahr ändert sich daran auch nichts.

Nachrodt-Wiblingwerde – „In der Gemeinde gibt es keine Straße, die in einem schlechteren Zustand als der Hallenscheider Weg ist“, so Volker Kückelhaus. Kurz bevor die Bauausschuss-Mitglieder das Straßenbauprogramm für dieses Jahr auf den Weg brachten, nutzte er die Möglichkeit, auf die Missstände aufmerksam zu machen.

Zwar nicht durchgängig eine Katastrophe, aber tatsächlich ist die Straße in vielen Bereichen sanierungsbedürftig. „Sie wurde ins Nirwana geschickt“, glaubt Volker Kückelhaus mit Blick auf eine Straßentabelle, auf der der Hallenscheider Weg zwar aufgeführt wird, aber keine Beurteilung bekommt und auch langfristig bislang nicht saniert werden soll.

Wunsch: Kurzfristige Sanierung

„Wenn der Hallenscheider Weg 1975 erstellt wurde, war er schon im Jahr 2010 abgeschrieben. Bei sorgfältiger Haushaltsplanung müsste die Straße aufgrund nicht erfolgter Sanierungsmaßnahmen die Beurteilung ,kurzfristig’ erhalten“, findet Volker Kückelhaus, der am Hallenscheid eine Pferdezucht betreibt. Für die Bewohner des Bereiches Hallenscheid-Buchholz-Kreinberg ist der sich schlängelnde Weg eine wichtige Straße mit höchster Priorität.

Der Hallenscheider Weg beginnt an der Opperhusener Straße und geht hoch bis zum Kreinberger Weg. Die Straßenbeleuchtung hört gleich am Beginn des Weges auf. Ob die Straße jemals endausgebaut – also komplett fertiggestellt und mit den Anwohnern abgerechnet – wurde, bezweifelt Bauamtsleiter Dirk Röding. Anliegerkosten möchte man in der Gemeinde auch immer vermeiden, allerdings hat man beim Friedhofsweg auch eine Lösung finden können.

Holztransporter setzen Straße zu

Fakt ist: 2007 entschied der Rat, den Hallenscheider Weg nicht umfänglich zu sanieren, sondern auf halber Strecke am Düsternsiepen eine Spitzkehre zu machen, die auch schon ihre besten Zeiten hinter sich hat. 2018 wurde ein Teilstück der Straße im Bereich des Hofes Tacke erneuert. Zudem wurde im Abschnitt von der Opperhusen Straße bis zur Wiesenstraße vor ein paar Jahren eine neue Deckschicht aufgebracht. Und heute?

Holztransporter, die unzählige geschlagenen Bäume abtransportieren, geben dem Hallenscheider Weg in diesen Tagen den Rest. Er ist in keinem guten Zustand, aber befahrbar. Der Bauhof wird die schlimmsten Schlaglöcher flicken. Der Weg ist vor 14 Jahren mit einem Restwert von 150 000 Euro bewertet worden und hatte damals eine Restlebensdauer zwischen zwölf und 36 Jahren.

2021 bleibt Hallenscheider Weg wie er ist

Dass der Hallenscheider Weg heute in der letzten Zeile der Straßen-Tabelle steht, hat, so sagt Bauamtsleiter Dirk Röding, nichts damit zu tun, dass er zuletzt oder gar nicht gemacht werden soll, sondern dass er neu in die Tabelle aufgenommen wurde. Die CDU hatte den Hallenscheider Weg vor einem Monat für eine Sanierung vorgeschlagen.

Klar ist: In diesem Jahr passiert am Hallenscheider Weg nichts. In eine Bewertung der schlechtesten Straßen möchte Dirk Röding nicht einsteigen. Der Wörder Bach (von Wörden nach Hohenlimburg) oder der Weg zur Becke in Eilerde müssten dabei sicher auch genannt werden. „Aber wir haben leider nur ein begrenztes Budget.“

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