Schlamm belastet Lasbecker Bach

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ Das sonst glasklare Wasser des Lasbecker Baches glich am Dienstagmittag Senfsoße. Und sogar noch unterhalb der Einmündung in die Lenne war eine gelbe Fahne zu sehen, 150 Meter flussabwärts hatte sich der gelbe Stoff vor der Fischtreppe abgesetzt, danach wurde das gelb gefärbte Wasser verwirbelt.

Der zuständigen Umweltbehörde des Märkischen Kreises ist das Problem bekannt. Es kommt offenbar häufiger dort zu Schlammeinträgen. Verursacher sei zum Teil der dort ansässige Steinbruchbetrieb.

Wenn sich dort angelegte Absetzbecken mit Schlamm vollgesetzt hätten, dann sei eben der Bach betroffen, hieß es aus dem Kreishaus. Die Einträge könnten aber auch natürliche Ursachen haben: Zusätzlich kämen nach Auskunft durch den Betrieb auch Ausspülungen durch die acht Hektar große Kyrillfläche oberhalb des Steinbruchs als Ursache in Frage. Besonders bei stärkeren Regenfällen könnte der Bach dann mit Schlamm verunreinigt werden, berichteten Kreispressesprecherin Ursula Erkens und auch Hartmut Ullrich aus der Abteilung technischer Umweltschutz. Auch darauf habe man seitens des Unternehmens hingewiesen.

Die Schlammeinträge erfolgen offenbar nur zeitweise. So war am frühen Nachmittag, um 15.15 Uhr, nach Überprüfung durch Kreismitarbeiter Ullrich eben kein nennenswerter Eintrag mehr zu sehen. Gleichwohl habe das Unternehmen auch in Folge der Presseanfrage das Terrain in Augenschein genommen und eine Stelle in Bachnähe saniert, die einen Schlammeintrag verursacht haben könnte, berichtete Ullrich. Es gab augenscheinlich in Bachnähe Erdbewegungen. Auch wird sich die zuständige Behörde das Areal nun intensiver anschauen, sagte Ulrich weiter.

Schlamm kann für Fische und Kleinlebewesen gefährlich sein. Die Kiemen können sich zusetzen, auch kann Schlamm Laichgründe zusetzen, zu Faulprozessen und Sauerstoffmangel im Gewässer führen. ▪ vdB

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