Rettungswege allerorts

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Die dritte Dachebene wird saniert.

Nachrodt-Wiblingwerde – Der Weg zum Erfolg ist immer eine Baustelle. Und wer die aktuellen Arbeiten an der Sekundarschule betrachtet, könnte meinen, die Schule läge in Schutt und Asche. Innerhalb kürzester Zeit haben Handwerker verschiedener Gewerke das komplette Gebäude unter ihre Fittiche genommen.

 Im dritten Jahr der großen Sanierungsmaßnahme – mit aktuellen Kosten in Höhe von einer Million Euro – stehen erneut drei große Themen im Vordergrund: die Dachsanierung, der Brandschutz und die Fluchtwege. In diesem Sommer wird die dritte Dachebene gemacht – die unterste Ebene über dem Lehrerzimmer, der Pausenhalle und den Toiletten. Im nächsten Jahr werden dann übrigens die Toiletten saniert.

Das Sekretariat wird vergrößert.

Aktuell wird auch der Lehrerzimmer-Trakt umgebaut, anders aufgeteilt und das Sekretariat vergrößert. Dort wird auch ein neuer Boden verlegt. „Die Arbeiten sind mit der Schulleiterin sehr eng abgestimmt“, sagt Bauamtsleiter Dirk Röding. Vor Ort sind die Firmen Roß (Zimmermann), Haase (Dachdecker), Rieger (Elektriker), Handwerk 4 (Fensterbauer), Roland (Stukkateur), Fischer (Sanitär) und Müller (Tiefbau), die Hand in Hand einen sehr engmaschigen Zeitplan abarbeiten, um rechtzeitig zum neuen Schuljahr fertig zu werden. Baubesprechungen sind einmal wöchentlich. Unliebsame Überraschungen gab es bisher nicht.

 „Man profitiert natürlich von den Erfahrungen des Vorjahres“, so Dirk Röding und ist froh, dass die Arbeiten für zwei Jahre vergeben worden waren. Die dritte Dachebene bekommt ein geneigtes Dach – ein Sattel-Walm-Dach mit einer Neigung von fünf Grad. Dafür gibt es auch eine neue Holzkonstruktion, die das Gefälle darstellt. Die Entwässerung wird nach außen gelegt.

 „Bis dato hatten wir einen innen liegenden Einlauf. Da musste nur ein Blatt vorliegen, dann konnte das Wasser nicht mehr ablaufen“, erklärt Dirk Röding. Und er ist sich sicher: Aufgrund der Wärmedämmung „werden wir die Energiekosten erheblich senken können“. 

Und sonst? Auch die Abwasserrohre werden ersetzt. Zudem wird die Beleuchtung komplett auf LED umgestellt. Vom Foyer Richtung Mensa wird eine neue Tür eingebaut. Und: Ein Flur muss von den angrenzenden Räumen F 90 abgeschottet werden – heißt: 90 Minuten einem möglichen Feuer widerstehen. Dementsprechend werden alle Türen ausgestattet. Neue Türen gibt es auch für die Klassenräume in der ersten Etage.

Die Lehrküche bekommt einen neuen Fluchtweg.

Ähnliches im Keller. In der Lehrküche wird zudem ein neuer Rettungsweg angelegt – und eine bestehende Fluchtmöglichkeit „still gelegt“, da größere Umbaumaßnahmen dafür nötig gewesen wären. Grundsätzlich gilt: Aus jedem Raum muss es zwei Rettungswege geben, so dass allein hierfür ein erheblicher Umbau stattfindet. Draußen wird wahrscheinlich zu Schuljahresbeginn noch nicht alles fertig sein. An der Fassade werden die Waschbetonplatten abgenommen und durch einen Wärmeverbundputz ersetzt.

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