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Sanierung des Gartenhallenbades: Es kann losgehen

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Von: Susanne Fischer-Bolz

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Die Arbeiten zur Sanierung des Gartenhallenbades sollen noch in diesem Jahr beginnen.
Die Arbeiten zur Sanierung des Gartenhallenbades sollen noch in diesem Jahr beginnen. © Fischer-Bolz, Susanne

„Wir rödeln wie die Verrückten“, sagt Bürgermeisterin Birgit Tupat auf die Frage, wann die Sanierung des Gartenhallenbades beginnt. Während jeder Unbeteiligte vermuten könnte, dass seit Ewigkeiten nichts passiert, verkündet die Verwaltungschefin einen Bauzeitenplan.

Nachrodt-Wiblingwerde - Froh, dass es nun bald losgehen kann, ist auch Sabine Karisch, Vorsitzende des Trägervereins Gartenhallenbad. Denn bereits vor zwei Jahren gab es die Zusage einer Förderung für die Sanierung des Bades in Höhe von 2,107 Millionen Euro vom Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung. 2024, so lautet die Bedingung, muss die Maßnahme abgeschlossen sein. Da muss jetzt also Dampf unter den Kessel.

„Das Problem war die Betonsanierung. Da gibt es nicht so viele Fachleute“, erklärt Birgit Tupat. Das habe aber nichts mit Corona oder dem Krieg in der Ukraine zu tun.

Bauantrag beim Märkischen Kreis gestellt

Und das ist Stand der Dinge: Für die Sanierung des Daches wurde der Bauantrag beim Märkischen Kreis gestellt. „Wir wollen jetzt mit den Ausschreibungen beginnen, für die Gewerke der Fassaden, für die Zimmerer-Arbeiten, für die Dachdecker, für den Gerüstbau, die Betonsanierung und die Erdarbeiten“, sagt Bauamtsleiterin Natascha Handschak. Als Nächstes geht es um das Blockkraftheizwerk. „Wir hoffen, dass wir einige Rückmeldungen auf die Ausschreibungen bekommen“, so Natascha Handschak.

Das alte Becken soll raus, stattdessen ein Edelstahlbecken eingebaut werden.
Das alte Becken soll raus, stattdessen ein Edelstahlbecken eingebaut werden. © Fischer-Bolz, Susanne

Die Sanierung soll mit den Arbeiten starten, die den laufenden Betrieb nicht beeinflussen. Dazu gehört auch das Dach. „Man muss immer gucken, in welcher Jahreszeit wir uns befinden. Aber wir wollen es so hinbekommen, dass wir das Bad nicht schließen müssen“, so Natascha Handschak. Und Sabine Karisch betont: „Bei der Dachsanierung als auch bei den Arbeiten an der Fassade kann der Betrieb weiterlaufen. Die Verkehrssicherung ist gegeben, ein Korridor wird geschaffen. Das ist für die Bürger wichtig zu wissen.“

Enge Zusammenarbeit mit dem Trägerverein

Beim Einbau des Blockheizkraftwerks dürfte das aber unmöglich werden. „Das kennt man ja von der eigenen Heizung. Wenn ich eine neue einbaue, muss die alte abgeschaltet werden. Das müssen wir aber alles noch mit dem Trägerverein Gartenhallenbad abstimmen“, sagt Natascha Handschak eine enge Zusammenarbeit mit Sabine Karisch zu.

In diesem Jahr beginnen die Sanierungsarbeiten auf jeden Fall, „alles immer natürlich vorausgesetzt, dass wir die entsprechenden Handwerker finden“, so die Bauamtsleiterin. Und natürlich geht es auch immer bei der Sanierung um Barrierefreiheit und Brandschutz. Die Konzepte sind erstellt.

Das alte Becken muss raus

Die Innenarbeiten sind in die zweite Reihe gerutscht. Das alte Becken muss raus, ein Edelstahlbecken rein. Sabine Karisch: „Aus meiner Sicht ist die Reihenfolge für Innen: abgehängte Decke erneuern, die Fenster erneuern, dann das Edelstahlbecken, schließlich die Fliesen und die Umrandung des Beckens.“ Das wird dreckig und staubig, keine Frage. Die Beleuchtung wurde vor sechs Jahren erneuert. LED-Scheinwerfer sind eingebaut, „dadurch sparen wir sehr viel Strom.“ Für alles, was die Badtechnik angeht, hat Sabine Karisch versucht, Unternehmen und auch einen planenden Architekten zu finden. „Bis heute weiß ich nicht, ob es einen Auftritt für ihn gibt“, so die Trägervereinsvorsitzende. Bei solch einer riesigen Baumaßnahme gibt es augenscheinlich jede Menge Gesprächsbedarf. Von den Fördermitteln hat die Gemeinde bereits Geld abgerufen.

Für den Förderverein Gartenbad ist ein wichtiges Anliegen, die Beschäftigten zu halten. Sabine Karisch geht davon aus, dass das Gartenhallenbad eventuell ein dreiviertel Jahr nicht genutzt werden kann. „Ich habe schon mit dem Arbeitsamt gesprochen, dass wir die Leute dann in Kurzarbeit schicken können.“

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