Freie Auswahl bei Kostümen

Am Samstag ziehen sie los: 30 kleine Könige wurden im Pfarrsaal bei der Kostümprobe gekrönt. -  Fotos: Machelett

Nachrodt-Wiblingwerde - Schon von draußen ist es zu hören. Kinderstimmen intonieren das Sternsingerlied. Mehr als 30 kleine Könige haben sich im katholischen Pfarrheim zur Generalprobe versammelt. Und sie sind mächtig aufgeregt. Schließlich ziehen sie schon am Samstag los, um den Segen in die Haushalte der Gemeinde zu bringen.

„Segen bringen, Segen sein – Gesunde Ernährung für Kinder auf den Philippinen und weltweit“ lautet das Motto der kommenden Aktion Dreikönigssingen, an der sich die Mädchen und Jungen als Sternsinger und zahlreiche ehrenamtliche Helfer in etwa 12 000 Pfarrgemeinden beteiligen werden.

In Nachrodt hat die Aktion bereits Tradition. Wie viele Jahre die Gemeinde das schon organisiert, wissen die Helfer nicht mehr so genau. Viele der Ehrenamtler waren früher selbst Sternsinger. Heute sind sie erwachsen und ihre Kinder ziehen durch die Straßen.

Im Pfarrsaal herrscht reger Betrieb. Während in einem Raum die Helferinnen Berge von Umhängen, Kleidern und Kronen sortieren, wird auf der anderen Seite gesungen und Texte geprobt. „Jeder König sollte einen Abschnitt sprechen. Den Segen sprechen dann alle Könige zusammen“, erklärt Brigitta Knoop. Sie und die anderen Helferinnen haben alle Hände voll zu tun, die kleine Königsschar zu bändigen. Denn die leidet bereits an Lampenfieber. Aufgeregt erzählen die erfahrenen Kindern von ihren Erlebnissen aus den vergangenen Jahren, während die Neulinge Hunderte Fragen haben.

„Ich hab das schon einmal gemacht. Es macht mir Spaß, Geld für die Armen zu sammeln“, erklärt Anna. Wichtig sei lediglich, dass es nicht regnet. „Dann macht das nämlich gar keinen Spaß“, sagt das Mädchen. Jasmin wünscht sich derweil, dass möglichst viele Nachrodt-Wiblingwerder ihre Türen öffnen. „Manchmal machen die Leute einfach nicht auf. Aber das macht es auch so spannend. Man weiß nie, was einen erwartet, wenn man schellt“, erklärt die Achtjährige. Pia hat da weniger Sorge. Auf ihrer Tour waren im vergangenen Jahr alle nett. „Die Leute haben sich voll gefreut, wenn wir gekommen sind.“

Als Lieder und Texte klappten, geht es hinüber zu den Kostümen. Schließlich müssen die Könige noch gewandet werden. Für jedes Kind gibt es ein passendes Kostüm. Die Gewänder wurden über Jahre von den ehrenamtlichen Helfern genäht. Mittlerweile sind es so viele, dass die Kinder sogar die Farbe ihres Umhangs wählen können. Mit Krone und Gewand ist es schon ein anderes Gefühl. „Jetzt ist man ein echter König. Da hat man schon ein Kribbeln im Bauch“, sagt Alice.

Am Samstag ziehen die Sternsinger bereits durch Wiblingwerde. Am Sonntag nach dem Aussendungsgottesdienst geht es dann durch Nachrodt. - Von Lydia Machelett

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