Kein Rutschspaß ohne Prüfpapiere

Die Kinder schauen in die Röhre: Die Rutsche an der Grundschule Nachrodt ist gesperrt und kann nicht benutzt werden.  Foto: Griese

Nachrodt-Wiblingwerde - Seit rund zwei Jahren ist die Rutsche auf dem Schulhof der Grundschule Nachrodt schon gesperrt. Wann die Kinder das Spielgerät wieder nutzen können, ist derzeit nicht absehbar.

Rechts und links der Rutschbahn wächst üppige Spontanvegetation – ein untrügliches Zeichen, dass hier schon länger kein Kinder mehr den Abhang hinauf gelaufen ist, um von oben wieder in die Tiefe zu rutschen. Das wäre auch nicht ohne weiteres möglich, denn oben wie unten versperrt ein Bauzaun den Zugang zu dem Spielgerät – aus Sicherheitsgründen. Die Betriebssicherheit könne derzeit nicht gewährleistet werden, erfuhren jetzt die Mitglieder des Sozialauschusses.

Der Spielplatzbeauftragte der Gemeinde habe die Rutsche und insbesondere den notwendigen Fallschutz prüfen wollen, dabei aber festgestellt, dass es für dieses Spielgerät überhaupt keine Prüfunterlagen gibt, teilte Bürgermeisterin Birgit Tupat den Ausschussmitgliedern mit. Angeschafft hatte die Rutsche vor Jahren der Förderverein der Schule, doch weder der, noch die Schule und auch die nicht Gemeinde verfügen über die für eine Prüfung notwendigen Papiere. Die Gemeinde habe sich dann bemüht, die Unterlagen bei der Herstellerfirma in Sachsen zu bekommen, doch ohne Erfolg, so Tupat weiter. Bei der Rutsche handele es sich offemnbar um eine Sonderanfertigung – Prüfnachweis: nicht vorhanden.

Jetzt überlegt die Gemeinde, beim Tüv Rheinland eine Einzelabnahme zu beantragen. Die würde allerdings rund 700 Euro kosten. Nun soll geprüft werden, ob der Förderverein der Grundschule diese Kosten übernehmen könnte. - Volker Griese

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