Riesen-Interesse an Qbus: Startkapital für Bürgerstiftung wächst

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So könnte Qbus aussehen.

Nachrodt-Wiblingwerde – Etliche Bürger kamen, um sich an der Lenneterrasse über Qbus zu informieren. Genau dort, wo die besondere Gastro entstehen soll. Finanziell sieht's auch gut aus.

Es schüttete in Strömen. Doch das konnte die Nachrodt-Wiblingwerder nicht abhalten. In Scharen kamen sie, um sich über das geplante Gastronomie-Konzept an der Lenne zu informieren. 5050 Euro kamen allein am Samstag für die geplante Bürgerstiftung hinzu. Weitere größere Beträge wurden mündlich zugesagt. 

Mehr als 5000 Euro an einem Tag

Christian Waleczek war der gefragteste Mann an diesem Nachmittag. Er ist der Ideengeber und möchte Qbus, das am Standort der heutigen Rastatt geplant ist, später als Betreiber führen. Eigentümerin des Gebäudes soll die Bürgerstiftung Nachrodt-Wiblingwerde werden. 

Damit diese gegründet werden kann,ist ein Startkapital von 50 000 Euro erforderlich. „Bis Samstagmorgen hatten wir 28 800 Euro zusammen. Während der Infoveranstaltung kamen verbindliche Spendenzusagen für weitere 4050 Euro“, sagte Bürgermeisterin Birgit Tupat. Es gab große und kleine Spenden. 

Großes Interesse zeigten die Bürger an Qbus. Viele kamen zur Infoveranstaltung trotz Regens.

Aber jede Spende sei wichtig, betonte Waleczek. „Klar, wir sind dabei. Es muss doch unterstützt werden, dass einer in Nachrodt so etwas plant. Hier gibt’s doch nichts“, sagte eine Spenderin. 

Kulturschock steuert Einnahmen bei

Weiteres Geld für die Bürgerstiftung gab es vom Verein Kulturschock, der die Bewirtung auf der Lenneterrasse übernahm. Der komplette Erlös des Tages floss in die Spendendose. „Es waren knapp 1000 Euro. Wir haben das als Verein auf die glatte Summe aufgerundet“, sagte der Vorsitzende Ronny Sachse. 

Die meist gestellten Fragen im Überblick:

Wie funktioniert das genau mit der Gemeinde, der Bürgerstiftung und Qbus? 

Es gibt keine Bürgerstiftung Qbus, sondern eine Bürgerstiftung Nachrodt-Wiblingwerde, die das Gebäude auf das Grundstück der Gemeinde baut. 

Und Qbus zieht dann als Betreiber der Konzept-Gastronomie dort ein. Im Mittelpunkt des Projekts steht die gemeinnützige Bürgerstiftung. Und damit verbunden ein sehr umfangreiches Kultur- und Eventprogramm, zum Beispiel in Form von Lesungen, einem Elterncafé, Konzerten, offenen Bühnen, einem Seniorencafé, Skatturnieren und als Ort fürs heimische Vereinsleben. 

Wie kann man sich in die Bürgerstiftung einbringen? 

Mit einer Geldspende, aber auch mit einer Sachspende, zum Beispiel in Form von Bauutensilien. Beispielsweise könnten so Showrooms für Handwerksbetriebe im Rahmen von Qbus entstehen. 

Aber auch kostenloses Engagement durch Ideen und Ehrenamt sind gern gesehen. 

Warum gibt es noch keinen eigenständigen Auftritt der Bürgerstiftung, also keine Person?

Es gibt die Stiftung noch nicht. Sobald das Stiftungskapital von 50 000 Euro vorliegt, beginnt der Prozess der Gründung. Dann wird es auch Personen geben, die das Projekt begleiten und vertreten. 

Ganz wichtig: Die Bürgerstiftung ist unpolitisch. Das heißt, Rat und Verwaltung haben keinerlei Einfluss. Es wird bei der Besetzung des Vorstandes auch auf ein repräsentatives Bild der Bevölkerungsstruktur geachtet. 

Wer steht eigentlich hinter dem Projekt? 

Die Gemeinde als auch Christian Waleczek wurden von Beginn an durch ein Beraterteam begleitet. Darunter unter anderem Tobias Bäcker von der Bürgerstiftung der Rohrmeisterei Schwerte. 

Bäcker ist zudem für das Land NRW zur Förderung von regionalen Projekten aktiv. 

Was passiert mit meinem Geld, wenn es doch keine Stiftung geben sollte? Wann muss ich zahlen?

Aktuell wird eine Absichtserklärung unterschrieben und eingereicht. Das heißt, der Betrag wird fällig, wenn es zur Gründung kommt. Das Geld ist zudem eine Spende, für die es eine Spendenquittung geben wird.

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