Retter werden zu Opfern: Feuerwehr und DRK proben Ernstfall im Gartenbad

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Bestens versorgt werden die „verletzten“ Kinder von den DRK-Helfern in der Sekundarschule.

Nachrodt-Wiblingwerde – Als Opfer hat der Nachwuchs  die erwachsenen Feuerwehr-Kräfte unterstützt. Die Kinder spielten eine Gruppe, die im Technikraum des Gartenhallenbads bei Stromausfall festsaß.

„Das war voll cool. Ich bin von der Feuerwehr gerettet worden“, sagt Lea. „Jetzt wird gerade geguckt, wie schwer ich verletzt bin.“ Die Grundschülerin ist mit Eifer bei der Sache. Sie ist Mitglied bei der Kinderfeuerwehr und hatte eine tragende Rolle bei der großen Übung von Feuerwehr und DRK im Gartenhallenbad. 

Rund um das Bad und die Sekundarschule war schon von Weitem jede Menge Blaulicht zu sehen. Mehr als 40 Einsatzkräfte übten den Ernstfall. Mittendrin Feuerwehrchef Mark Wille und Kreisbrandmeister Michael Kling. „Die Übungen sind für Feuerwehr und DRK verpflichtend. Ich beobachte, ob die Einheiten fit für den Einsatz sind. Das sind sie definitiv“, lobte Kling. 

Gruppe im Technikraum ohne Strom 

Das Szenario: Gemeinsam mit ihren Betreuern hatten Kinder und Jugendliche eine Führung durch das Gartenhallenbad gemacht. Sie durften sich den Betrieb hinter den Kulissen anschauen. Während die Gruppe im engen Technikraum war, fiel dann der Strom aus. 

Ziemlich authentisch spielen die Kinder die Verletzten bei der Übung.

„Einige sind gestolpert und gefallen, andere haben sich gestoßen, und wieder andere haben einen Schock“, sagte Wille. Die Rettung der Gruppe war die Aufgabe der Feuerwehr. Sie brachten die Verletzten zur Sekundarschule. 

Dort wurden sie an das DRK übergeben. Im Einsatz war die erste Einheit. Diese umfasst Kräfte aus Altena, Balve und Werdohl. „Wir haben uns zuvor in Altena getroffen und sind dann gemeinsam hierher gefahren. Dann wurde sofort die Technik aufgebaut“, sagte DRK-Einsatzleiter Alexander Fischer. 

Noch kein Unfall dieser Art 2019

Der Schulhof wurde ausgeleuchtet und eine Aufnahmestelle für die Verletzten aufgebaut. Auch eine Verpflegungsstation für die Einsatzkräfte errichteten die Retter. „So wäre es auch bei einem echten Einsatz dieser Größenlage“, sagte Fischer. 

Es muss schnell gehen: der Aufbau der Technik am Gartenhallenbad.

In diesem Jahr habe es einen Unfall dieser Art glücklicherweise noch nicht gegeben. Zuletzt seien die heimischen DRK-Kräfte auf diese Weise bei den Altenaer Waldbränden gefordert gewesen. 

Für die Feuerwehr durfte sich Oliver Böhland als Einsatzleiter beweisen. „Er macht demnächst eine entsprechende Ausbildung und konnte die Übung nutzen, um Erfahrung zu sammeln“, sagte Wille. Am spannendsten war die Übung jedoch für die Mitglieder der Kinder- und Jugendfeuerwehr, die die Verletzten spielten und so hautnah miterlebten, wie im Ernstfall gearbeitet wird.

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