Ein Kanal und die „Unpünktlichkeit“

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Auf 91 Metern wird ein neuer Regenwasserkanal verlegt.

Nachrodt-Wiblingwerde - Am Montag (3. September) wurde die Baustelle eingerichtet, am Dienstag starteten die Tiefbauarbeiten. Grundsätzlich ist die Kanalsanierung in Rennerde wenig spektakulär, wenn es nicht eine Vollsperrung und damit erhebliche Einschränkungen für die Bewohner geben würde. Es gibt Ärger.

Betroffen ist Rennerde ab Haus-Nr. 18b bis 23. Der Baustellenbereich ist während der Arbeitszeit von 7 bis etwa 17 Uhr für den Straßenverkehr voll gesperrt. Zumindest theoretisch. Praktisch variieren die Uhrzeiten – was den einen oder anderen Rennerder auf die Palme bringt.

 Viele Bürger müssen sich irgendwo im Dorf einen Parkplatz suchen. Denn parken sie vor der Haustür, kommen sie nicht mehr weg. Man spricht sich augenscheinlich über eine Whatsapp-Gruppe ab. Die einen nehmen es gelassen, die anderen regen sich auf, – weniger über die Sanierung selbst, als über die Unpünktlichkeit, „Wenn die Firma weiterhin erst zwischen 7.30 und 7.45 Uhr auf der Baustelle erscheint, könnten einige Anwohner zu Hause parken und nicht irgendwo im Dorf“, erzählt eine Anwohnerin.

 Fakt ist: Die Bauzeit wird voraussichtlich sechs Wochen dauern. Außerhalb der Sperr-Zeiten können die Anwohner rein und raus. Für den Fall, dass ein Rettungswagen oder die Feuerwehr angefordert werden muss, gibt es eine Mobilfunknummer des Unternehmens, das dann in Windeseile die Baustelle abdecken soll. Erneuert wird übrigens der Regenwasserkanal, der nicht ausreichend dimensioniert ist.

Neue Rohre (Durchmesser 400 Millimeter) werden auf einer Länge von 91 Metern verlegt. „Wir müssen ein Entwässerungssystem vorhalten, das den geltenden Vorschriften entspricht“, sagt Bauamtsleiter Dirk Röding. Einen Schadensfall, sprich Überschwemmungen, hat es wohl nicht gegeben. Kosten für die Sanierung: 141000 Euro. Die Sperrung dürfte auch Thema Nr. 1 beim Rennerder Dorffest sein, das am heutigen Samstag (8. September) steigt. Beginn ist um 19 Uhr auf dem Dorfplatz.

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