Letzter Schultag für Schulleiter Johannes Illerhaus

Auch Bürgermeisterin Birgit Tupat verabschiedete den Schulleiter in den Ruhestand. - Foto: Griese

Nachrodt-Wiblingwerde - Für die Kinder und Lehrer der Grundschulen in Nachrodt und Wiblingwerde war es am Freitag der letzte Schultag. Während die meisten aber nach den Weihnachtsferien am 7. Januar zurückkehren, wechselt Rektor Johannes Illerhaus in den Ruhestand – vorzeitig.

Aus gesundheitlichen Gründen hatte Illerhaus der am Mittwoch 63 Jahre alt geworden ist, um seine vorzeitige Versetzung in den Ruhestand gebeten. Am Freitag erhielt er aus den Händen von Schulrätin Sabine Stahl seine Entlassungsurkunde.

Die Schulrätin erinnerte daran, dass sich für Illerhaus ein Kreis schließt: In Nachrodt-Wiblingwerde habe er seine Lehrerlaufbahn begonnen habe, nun beende er sie auch hier. Er könne auf ein langes, vielfältiges und reichhaltiges Berufsleben zurückblicken. Dass mit Casta Coenen nun seine bisherige Stellvertreterin die neue Rektorin in Nachrodt und Wiblingwerde sein werde, ist für Stahl „ein sehr schöner und harmonischer Übergang“.

Fotos vom Weihnachtssingen der Grundschule

Weihnachtssingen 2014

Zum Abschied des Schulleiters, der offiziell am 31. Dezember in den Ruhestand geht, war auch Bürgermeisterin Birgit Tupat gekommen. Sie würdigte Illerhaus’ berufliche Verdienste: „Kindern und Jugendlichen heute das schulische Rüstzeug zu geben, ist ganz überwiegend keine leichte Aufgabe“, sagte sie. Illerhaus gehöre zu den Lehrern, die diese Aufgabe bis zum letztmöglichen Arbeitstag gern und mit Freude erfüllen. Er habe hervorragende Arbeit an den Schulen der Gemeinde geleistet, meinte die Bürgermeisterin mit Blick darauf, dass Illerhaus ja nicht nur seit vier Jahren Rektor der Grundschule, sondern früher, zu Beginn seiner beruflichen Laufbahn, auch schon Lehrer an der Albert-Schweitzer-Hauptschule war. „Seine Sorge galt immer den Kindern und den Schulen in Nachrodt-Wiblingwerde und hier in den letzten Jahren auch immer dem Erhalt der Grundschule Wiblingwerde“, skizzierte Tupat die Verdienste des scheidenden Rektors.

Die Bürgermeisterin beleuchtete auch, was es bedeutet, in einer kleinen, ländlichen Gemeinde wie Nachrodt-Wiblingwerde Lehrer zu sein. „Da ist es nicht damit getan, lehrplangerechten Unterricht zu erteilen. Lehrer zu sein bedeutet auch, eine herausgehobene, eine wichtige Funktion in der Gemeinschaft und im gemeindlichen Leben zu erfüllen und auszufüllen“, sah sie einen großen Wirkungskreis für Pädagogen auf dem Land.

Johannes Illerhaus verzichtete zum Abschied auf große Worte und sagte lieber auf musikalische Weise „Servus“: Mit Hannes Waders Lied „Heute hier, morgen dort“ brachte er – live und a capella vorgetragen – zum Ausdruck, dass sich auch seine Welt im Laufe seines Berufslebens immer wieder verändert hat: „So vergeht Jahr um Jahr / und es ist mir längst klar / dass nichts bleibt, dass nichts bleibt / wie es war.“ Nach seinem beruflichen Start an der Albert-Schweitzer-Hauptschule war Illerhaus zunächst nach Altena und später nach Schalksmühle gewechselt, ehe er Anfang 2011 wieder in die Doppelgemeinde zurückkehrte. - Volker Griese

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