Es grünt so grün... und ärgert manche Bürger

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Neben dem alten Kreckel-Gebäude sprießt das Kraut.

NACHRODT-WIBLINGWERDE - Es gibt nicht so viele schwarze Schafe wie erwartet. Das ist das Ergebnis einer „Rundreise durch Nachrodt-Wiblingwerde“ mit Bauamtsleiter Dirk Röding. Denn nach einer Beschwerde eines Bürgers wollte sich Dirk Röding einmal persönlich anschauen, ob das Unkraut in Nachrodt-Wiblingwerde an allen Ecken und Enden wuchert – oder ob die Bürger ihren Pflichten nachkommen und sich um die Gehwege kümmern. „Das Gros ist in Ordnung“, so der Bauamtsleiter.

Nachrodt-Wiblingwerde erhebt keine Straßenreinigungsgebühren. Sprich: Auch für den Winterdienst zahlen die Bürger der Doppelgemeinde nichts. Das bedeutet allerdings auch im Rückschluss, dass das „Kraut“ an der Fahrbahn nicht von einem Kehrwagen weggefegt wird. Und gerade in der jetzigen Zeit, wo hervorragende Bedingungen zum Wachsen von Pflanzen aller Art und auch der spontanen Begleitvegetation herrschen, sieht es an manchen Stellen nicht so gepflegt aus. Das gilt für den Bereich des Fahrbahn-Bordsteines als auch für den Gehweg selbst. Mit dem Fahrbahn-Bordstein haben die Bürger nichts am Hut. Wohl aber mit dem Gehweg. Eigentlich ist jeder Grundstückseigentümer verpflichtet, vor seinem Haus den Gehweg zu reinigen – und von unliebsamen Wachsenden aller Art zu befreien. „Die Reinigung der Gehwege und der öffentlichen Wege, die ausschließlich dem Fußgängerverkehr dienen, wird den Eigentümern der an sie angrenzenden und durch sie erschlossenen Grundstücke (§ 4) auferlegt“, heißt es in der Straßenreinigungssatzung.

Und man sieht es ganz deutlich: Einige Bereiche sind tipp-topp und kein einziger Grashalm ist zu viel, während es schon gegenüber ganz anders aussehen kann. Auch, wer keinen Gehweg vor der Tür hat, muss zupfen und fegen. „Bei Gemeindestraßen ohne Gehweg wird den Eigentümern der an sie angrenzenden und durch sie erschlossenen Grundstücke die Pflicht zur Reinigung für einen 1,50 Meter breiten Streifen der öffentlichen Verkehrsfläche entlang der Grundstücksgrenze übertragen“, heißt es in der Satzung.

„Früher war es auch üblich, dass das jeden Samstag gemacht wurde. Aber diese Zeiten sind wohl vorbei“, sagt Bürgermeisterin Birgit Tupat. „Und natürlich sieht es jetzt an einigen Stellen nicht gut aus. Aber wir wollen die Bürger nicht über Gebühr belasten“, so die Bürgermeisterin . Im Herbst, wenn das Laub fällt und auch die Kanäle verstopft sind, wird der Fegewagen angefordert. Aber an manchen Ecken seien auch der Landesbetrieb Straßen.NRW oder die Deutsche Bahn für die Reinigung verantwortlich.

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