Umgestaltung des Rastatt-Umfeldes ab Juli

Im ersten Bauabschnitt des Regionale-Projektes soll noch in diesem Sommer der Platz an der Rastatt (rot umrandet) neu gestaltet werden. Ein neuer Parkplatz (rechts davon) soll erst später entstehen, ebenso der Lenneuferpark in Richtung Sparkasse.

Nachrodt-Wiblingwerde - Die Umgestaltung des Rastatt-Umfeldes wird wahrscheinlich noch vor den Sommerferien in Angriff genommen. Das stellte Landschaftsarchitektin Rebekka Junge am Montagabend den Mitgliedern des Gemeinderates in Aussicht, als sie die überarbeitete Planung präsentierte.

Im Zuge des Regionale-Projektes „LenneSchiene“ soll der Bereich zwischen Rastatt und Sparkasse entlang der Lenne neu gestaltet werden. Das mit der Planung beauftragte Bochumer Landschaftsarchitekten-Büro hat die Maßnahme allerdings in mehrere Abschnitte aufgeteilt.

Mit dem ersten Abschnitt soll noch in diesem Jahr ein ganz zentraler Bereich der Planung umgesetzt werden. Dabei handelt es sich um das direkte Umfeld der Gaststätte Zur Rastatt, wo in den vergangenen Wochen bereits Rodungsarbeiten am Lenneufer stattgefunden haben. Hier soll ein durchgehender Bereich geschaffen werden, der eine Blickachse zwischen St. Josef-Kirche und Claras Höhe bildet. Ein großer Platz mit Sitzgelegenheit soll ebenso entstehen wie eine Lennetreppe, die den Zugang zum Fluss eröffnet, ein ganz zentrales Anliegen der gesamten Planung.

„Hier kann sich dann auch eine Außengastronomie entwickeln“, erläuterte Landschaftsarchitektin Rebekka Junge, wie sich die Planer die zukünftige Nutzung des Areals vorstellen: Als Platz mit einem Belag aus Grauwackesplitt, mit Sitzelementen unter Bäumen und mit einem Ausschank im Sommer. „Die dafür benötigten Leerrohre werden schon gleich verlegt“, erklärte Junge.

Die Lennetreppe stellt sie sich als Kombination aus Grauwacke und Beton vor. Während die eigentliche Treppe aus Betonteilen gebaut werden soll, sollen die Sitzstufen aus Natursteinquadern hergestellt werden. Gute Nachricht für die Angler: Sie sollen einen guten Zugang zum Fluss behalten.

Die Kosten für diesen ersten Bauabschnitt bleiben nach Junges Kalkulation mit rund 211 500 Euro ziemlich genau im vorgegebenen Budget von 210 000 Euro. Allerdings sind damit die 230 000 Euro, die die Gemeinde aus dem Fördertopf der Regionale erhält, damit auch schon weitgehend verplant, wie Bürgermeisterin Birgit Tupat bestätigte. „Wenn wir damit fertig sind, ist das Geld vom Land praktisch verbraucht. Der Rest muss dann aus unserem Haushalt finanziert werden.“ Wie das gehen soll angesichts der Pflichtteilnahme der Gemeinde am Stärkungspakt, ist derzeit noch völlig offen.

Doch zunächst liegt der Fokus auch auf der Umsetzung des ersten Bauabschnitts, für den die Aufträge schon im April/Mai ausgeschrieben und vergeben werden sollen. Im Juni könnte der Rat dann den Ausführungsbeschluss fassen, so dass noch vor den Sommerferien der erste Spatenstich erfolgen könnte. Ende Oktober könnte nach Einschätzung von Rebekka Junge dieser Abschnitt abgeschlossen sein.

Wie es danach mit der Gestaltung des neuen Rastatt-Parkplatzes und des Lenneuferparks weitergeht, hängt dann einerseits von den Finanzierungsmöglichkeiten ab, aber auch von anderen Faktoren. So soll beispielsweise auch der Neubau der Lennebrücke abgewartet werden, mit dem nach derzeitigem Kenntnisstand 2017 begonnen werden soll. - Volker Griese

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