Gemeinde investitiert in Lebensqualität

Zwischen Rastatt und Lennebrücke will die Gemeinde mit Unterstützung des Landes bis Ende 2014 fast 280.000 Euro investieren.

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ Trotz aller Sparbemühungen wird die Gemeinde demnächst eine sechsstellige Summe investieren, um dem Umfeld von Klaras Höhe und Rastatt mehr Attraktivität zu verleihen. Möglich macht das das Strukturförderprogramm Regionale 2013.

Als noch niemand an den Stärkungspakt gedacht hat, durch den die Doppelgemeinde bis zum Jahr 2021 wieder finanzielle Handlungsfähigkeit erlangen soll, hat sich Nachrodt-Wiblingwerde bereits am Regionale-Projekt LenneSchiene beteiligt. Ziel dieses gemeinsamen Projektes von acht Kommunen entlang der Lenne ist es, die Lebensqualität für die Bevölkerung zu steigern und das touristische Potenzial zu aktivieren.

In Nachrodt Wiblingwerde sollen mit einem Aufwand von voraussichtlich knapp 280.000 Euro das Umfeld der Rastatt, die Lennepromenade und der Aussichtspunkt Klaras Höhe attraktiver gestaltet werden. Nur einen kleinen Teil dieser Summe muss die Gemeinde allerdings selbst aufbringen. Als Teil des Regionale-Projektes wird die Maßnahme mit rund 80 Prozent aus Landesmitteln bezuschusst. So liegt im Amtshaus bereits ein Bewilligungsbescheid über knapp 224.000 Euro vor. „Die Maßnahme muss allerdings bis Ende 2014 abgeschlossen sein, sonst verfällt dieser Zuschuss“, erläuterte der im Amtshaus mit dem Vorgang befasste Mitarbeiter Ingo Levermann am Montagabend dem Planungs- und Bauausschuss.

Der Ausschuss befasste sich mit der Frage, wie aus den Planungen nun Realität werden kann. Die Verwaltung hatte dazu ein Papier vorgelegt, das die nächsten Schritte erläuterte. Demnach soll nun bis Ende April zunächst ein Planungsbüro ausgewählt werden, dass den Prozess begleitet und die bisher nur in groben Zügen vorgenommene Planung stringent und effizient zu Ende führt. Dann soll ab Mai ein Rahmenplan erarbeitet werden, der Grundlage für die Umgestaltung des Rastatt-Umfeldes und der Lennepromenade sein soll und dabei auch die Planungen für den Neubau der Lennebrücke berücksichtigen soll. Dabei ist nach Auffassung der Verwaltung die Aktivierung der Bewohner und Grundstückseigentümer sowie einiger Schlüsselakteure vor Ort wichtig. Die Einbindung der Bevölkerung sei eine zentrale Aufgabe, glaubt Ingo Levermann. Im Rahmenplan soll insbesondere die Einbindung von Klaras Höhe und Lennepromenade eine Rolle spielen.

In einer dritten Phase soll ab September eine realisierungsfähige Planung für Rastatt, Lennepromenade und Klaras Höhe entwickelt werden.

Für diese gesamte Planungsphase entstehen nach Einschätzung der Verwaltung bereits Kosten in Höhe von 62.000 Euro. Die Höhe dieser Kosten sorgte im Ausschuss zwar zunächst für Irritationen, letztlich setzte sich aber die Einsicht durch, dass ein solches Projekt gründlich und sorgfältig geplant werden muss. ▪ Volker Griese

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