Nachrodt erhält einen Lenneuferpark mit Biergarten

Stefan Herbel, Ingo Levermann, Birgit Hirt, Bürgermeisterin Birgit Tupat und Professor Christian Moczala (v.l.) waren sich nach Beurteilung der drei Vorschläge einig: Umgesetzt werden soll der Vorschlag des Bochumer Büros.   Fotos: Griese

NACHRODT-WIBLINGWERDE - Wenn sich der Rat am 16. September dem Urteil der Beurteilungskommission anschließt, wird Nachrodt einen „Lenneuferpark“ mit Außengastronomie, Treppe zur Lenne, Spielfeldern und einer Dirtbahn bekommen. Am Freitag hat das Gremium einen von drei Vorschlägen ausgewählt, der im Zuge der Regionale umgesetzt werden soll.

„Alle drei Vorschläge hatten ein ganz hohes Niveau“, bescheinigte Architektur-Professor Christian Moczala, der das Projekt begleitet, den eingereichten Ideen viel Potenzial. Drei Stunden beschäftigten sich am Freitagnachmittag Vertreter aus Rat und Verwaltung, aber auch externe Experten mit den Plänen, ehe sie ihren Favoriten gefunden hatten. Die Wahl fiel nicht auf den Vorschlag eines Bonner Büros für einen großzügigen urbanen Park, den die Jury für „zu städtisch“ hielt. Auch die Idee von Kölner Landschaftsarchitekten, die einen sehr kleinteiligen Plan vorgestellt hatten, fand nicht die Zustimmung. „Dieser Vorschlag, eine sehr poetische Arbeit mit vielen Orten am Wasser, mit Holzterrasse und Spielhaus, wäre nicht geeignet, das Rastatt-Umfeld weiter zu entwickeln“, begründete Professor Moczala.

Zustimmung fanden dagegen die Ideen eines Bochumer Architekturbüros, das im Rahmen der Regionale auch schon das Konzept für den Seepark Körbecke am Möhnesee entwickelt hat. Für Nachrodt schlagen die Bochumer vor, zwischen Lenne und St. Josef-Kirche einen fast durchgehenden Platz schaffen, auf dem ein Biergarten angesiedelt werden kann. „Die Kirche bekommt so einen Vorplatz und rückt an die Lenne heran“, beschrieb Moczala diese Idee, die auch eine Umgestaltung des vorhandenen Parkplatzes und den Bau eines weiteren Radwegabschnitts der Lenneroute vorsieht. Bürgermeisterin Birgit Tupat gefällt daran besonders, dass sich von der Kirche aus „ein freier Blick auf Klaras Höhe“ ergibt.

Auf der anderen Seite der Rastatt sollen verschiedene Spiel- und Sportmöglichkeiten geschaffen werden: Von einem Niedrigseilgarten ist die Rede, von einem Pavillon für Jugendliche und von einer Dirtbahn, die an der Böschung der neuen Lennebrücke entstehen könnte.

Die Jury hat am Freitagnachmittag eine Vorauswahl getroffen, das letzte Wort hat am 16. September der Gemeinderat. Stefan Herbel (CDU) und Birgit Hirt (SPD), die als Ratsvertreter an der Vorauswahl beteiligt waren, sind aber zuversichtlich, dass der Rat ihrem Vorschlag folgen wird.

Aus der Regionale stehen für die Umsetzung der Pläne rund 230 000 Euro zur Verfügung. Ob sich damit alle Ideen verwirklichen lassen, ist noch offen. Moczala geht davon aus, dass sich damit zumindest der Radweg und der Platz mit Biergarten realisieren lassen. Bürgermeisterin Birgit Tupat sieht die Aufgabe der Verwaltung darin, eventuell nach weiteren Mitteln Ausschau zu halten. In diesem Jahr wird mit der Umsetzung der Pläne ohnehin nicht mehr begonnen. - Volker Griese

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