Chorkonzert zum Schmunzeln

Der „Hund, der in die Oper geht“, war eines von vielen humorgespickten Stücken, das der Regenbogenchor zum Besten gab.

Nachrodt-Wiblingwerde - Hund Lumpi hebt keck das Bein bei seinem Besuch in der Oper - das hatte das Publikum nicht erwartet! Weder die Gäste im Opernhaus, noch die Zuhörer, die am Freitag das Konzert „OPERette sich, wer kann“ in der Wiblingwerder Dorfkirche verfolgten. Bei diesem Auftritt den Kinderchors Regenbogen gab es einiges zum Schmunzeln.

„Wenn Du singst, sing nicht allein“ - mit einem schönen Motto-Lied hatten die Kinder ihre Eltern, Geschwister und Großeltern begrüßt. Für sie war das Konzert eigens vorbereitet worden, denn sie sind es, die für die Chorarbeit Fahrdienste leisten und Freizeit opfern, damit die Kulturarbeit im Dorf rund läuft. Außerdem lauschen die Familien meist schon im August den ersten Weihnachtsliedern - „da wollten wir Sie mal entschädigen!“ richtete Chorleiter Johannes Köstlin das Wort ans Publikum.

Diese „Entschädigung“ war hochkarätig gespickt worden: Nicola Borsche und Nikolaus Hampel waren mit ihren Violinen angereist und Bernhard Schwarz hatte sein Cello mitgebracht. Die drei Profimusiker waren trotz einer abendlichen Orchester-Verpflichtung nach Wiblingwerde gekommen, denn von der Idee, Georg Philipp Telemanns „Der Schulmeister“ aufzuführen, waren die Instrumentalisten sehr angetan. Für die Aufführung der humorvollen Komposition nahmen die Kinder erst mal im Altarraum Platz und überließen Johannes Köstlin die Bühne. Der schlüpfte in die Rolle des selbstbewussten Musiklehrers, dessen Gesang in Wirklichkeit gar nicht so atemberaubend ist, wie er denkt. Es sind die Kinder, die erst mal einen Abriss bekommen - aber am Ende schafft der Schulmeister es doch, ihnen einen Kanon beizubringen.

Grund zum Schimpfen hat Johannes Köstlin im echten Chorbetrieb nicht: Der Auftritt am Freitag zeigte, dass die Jungen und Mädchen sowohl geistliches Liedgut, Kinderlieder als auch Popmusik hervorragend beherrschen. Ein Teil der Besetzung wird aufgrund des Wechsels an weiterführende Schulen nach den Ferien nicht mehr an den Chorproben teilnehmen können, erklärte Johannes Köstlin. Für sie will er aber eine Möglichkeit schaffen, weiter singen zu können. Die Kinder entließen ihr Publikum nicht mit leeren Händen: Als schöne Erinnerung an den Operetten-Nachmittag gab’s ein Programmheft zum Stück „Ein Hund, der in die Oper geht“. Die Wiblingwerderin Andrea Springer hatten den lustigen Text ansprechend mit Zeichnungen illustriert. Das Publikum, das im Laufe des Nachmittags schon viel Applaus gespendet hatte, legte gern noch einen Euro Kollekte oben drauf. - Von Ina Hornemann

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