Das „Real Quarter-Horse“ erhalten

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Ein Quarter-Horse wird begutachtet. -

NACHRODT-WIBLINGWERDE - Die Erhaltung des „Real Quarter Horses“ hat sich der gleichnamige Verein auf die Fahnen geschrieben. Er wurde vor einem Jahr gegründet und am Samstag fand nun mit einer großen Zuchtschau, drei Reitprüfungen sowie einer Hengstpräsentation die erste Veranstaltung der Quarter-Horse-Freunde auf dem Hof Hegemann in Wiblingwerde statt.

Aus ganz Deutschland, Belgien und Luxemburg kamen Züchter und Interessierte in das Höhendorf, um sich über die edle Pferderasse zu informieren und ihre Tiere vorzuführen. Das „American Quarter Horse“ wurde in den 1940er Jahren als Rasse etabliert und kommt auch heute noch vor allem bei der Arbeit der Kuh-Hirten, bei den Cowboys, zum Einsatz. Den Namen Quarter-Horse haben die eher kleinen und kompakten Pferde durch die Rennen in Amerika, welche über eine Viertelmeile ausgetragen werden. Hier bezeichnete Judith Junker, Vorsitzende des jungen Vereins, die Tiere als „die Schnellsten auf der Welt“. Durch vielfache Züchtungen sind die meisten Merkmale des Quarter Horse in den letzten Jahren leider verloren gegangen.

„Da gab es zu viele Spezialisierungen, so dass viele Tiere nicht mehr dem Typ entsprechen, und schon mehr wie Warmblüter aussehen.“, so Junker die sich über die Teilnahme von 20 Züchtern und vielen interessierten Zuschauern am Samstag sehr freute. „Die stark bemuskelte Hinterhand ist ein typisches Kennzeichen für ein Real Quarter Horse.“, so Junker im Gespräch mit dem AK. Weitere Merkmale der kräftig wirkenden Pferde sind der mittelschwere und mittellange Hals, die breite Brust und der breite muskulöse Rücken. Damit sind die Tiere für amerikanische Cowboys in der Rinderzucht wie geschaffen. Durch die starke Hinterhand erreichen die Tiere Spitzenzeiten auf der Viertelmeile. „Wir wollen Züchter des alten Typs fördern,“ so Junker, „denn auch der ursprüngliche Typ kann sehr erfolgreich im Sport sein.“

Drei Prüfungen standen dann auch am Samstag in der großen Halle des Hofes Hegemann an. Beim Trail ging es darum, einen Hindernisparcour zu durchreiten, der Arbeitssituationen nachstellen sollte. Anschließend gab es mit dem so genannten „Horsemanship“ eine Dressuraufgabe, ehe beim „Reining“ Spins und schnelle Drehungen gezeigt wurden.

Judith Junker zeigte sich anschließend begeistert vom der Anlage in Wiblingwerde und bedankte sich für die Unterstützung der Familie Hegemann. - ds

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