Rasmus hilft mit Lachen beim Gesundwerden

Thomas Wefers in seiner Paraderolle. ▪

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ Thomas Wefers hat gleich zwei Jobs. Einen davon übt er in seiner Eigenschaft als staatlich geprüfter Erzieher und Heilpädagoge aus. In diesem Metier ist er allerdings nur halbtags tätig. Zur Ausübung seines zweiten Jobs benötigte er jedoch noch eine zusätzliche Ausbildung. Die schloss er mit der Prüfung zum staatlich anerkannten Clown ab.

Seit 2008 ist Wefers nun halbtags bei der Institution „Clownsvisite“ mit Sitz in Bochum tätig. Er handelt sich dabei um einen Zusammenschluss von insgesamt 16 Clowns, die sich darauf spezialialisiert haben, in Krankenhäusern aufzutreten. Wefers selbst ist zuständig für die Kinderkrebsstation des Universitätsklinikums in Essen. Die Ausbildung zum staatlich anerkannten Clown dauert insgesamt drei Jahre und kann nur nebenberuflich absolviert werden. Das Studium erfolgte an der Schule für Tanz und Theater in Hannover. Dort wurde Wefers an drei Tagen unterrichtet. An einem Wochentag und jeweils das ganze, folgende Wochenende.

Innerhalb dieser Ausbildung war der Lüdenscheider in seinem zuerst erlernten Beruf als Erzieher und Heilpädagoge tätig, wurde aber zur Ausübung der Zweitausbildung bei Bedarf beurlaubt. Neben der Tätigkeit als Clown wird Wefers auch als Magier tätig. Die dafür notwenigen Kenntnisse hat er sich selbst beigebracht. Denn die Ausbildung zum staatlich anerkannten Clown beinhaltet nur zu einem geringen Teil die Vorführung von Zaubertricks.

Wefers tritt heute auf Sommerfesten, Kindergeburtstagen und ähnlichen Veranstaltungen auf. Er hat zum Waldkindergarten in Wiblingwerde - wo er noch vor kurzem auftrat - eine lange und enge Beziehung. Denn vor rund sieben Jahren besuchte seine eigene Tochter diese Institution.

Schon seit seiner frühen Kinderzeit war Wefers von Clowns fasziniert. Sie seien ein wenig „tapsig“, würden aber immer an das „Gute im Menschen“ glauben. Und in erster Linie seien sie lustig. Clowns seien einige von wenigen Menschen, die wollten, dass man über sie lacht. Und wen sie das erreichen würden, „sind sie einfach nur glücklich“.

Wefer hat sein Leben anderen Menschen verschrieben. Sei es nun während seiner Tätigkeit als Erzieher und Heilpädagoge oder aber eben als Clown. Die Shows, die Wefer heute anbietet, sind eine perfekte Mischung aus „Clownerie und Magie“. Seine verblüffenden Tricks ziehen dabei nicht nur Kinder in ihren Bann. Während einer seiner letzten Vorstellungen im Waldkindergarten Wiblingwerde spendeten die Erwachsenen ebenso wie die kleinen Zuschauer begeisterten Applaus.

Als „Rasmus“, der Zauberlehrling, trat er vor sein Publikum. Er wollte nun in dieser Funktion in die erste Klasse eingeschult werden, musste dazu jedoch eine Aufnahmeprüfung bestehen. Dass das nicht ohne Hilfe seines Publikums geschehen konnte, ist schon fast selbstverständlich. Selbstverständlich war allerdings auch, dass seine Zuschauerinnen und Zuschauer nach Kräften daran mitwirkten und letztlich auch dafür sorgten, das Rasmus die Prüfung mit Bravour bestand. Wefers ist schon über die Grenzen des Märkischen Kreises hinaus bekannt. Das Größte, was Wefer sich vorstellen kann, ist ein Auftritt in einem „richtigen“ Zirkus. „Vielleicht ergibt sich ja einmal so eine Gelegenheit“, hofft er.

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