Zwischen Lüdenscheid und Wiblingwerde

Radweg an Landstraße: Niederschmetternde Antwort nach zwei Jahren

Die L 692 ist kaum wiederzuerkennen. Aus der Holperstrecke wurde eine perfekte Fahrbahn.
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An der L 692 (zwischen Wiblingwerde und Lüdenscheid) wünscht sich die UWG einen Radweg.

Ein Radweg an der Landstraße zwischen Wiblingwerde und Lüdenscheid: Zwei Jahre hat die UWG auf eine Antwort aus dem Verkehrsministerium zu ihrem Wunsch gewartet. Erfreulich fällt die nicht aus.

Nachrodt-Wiblingwerde – Zwei Jahre hat die UWG auf Post gewartet, immer mal wieder erinnert, immer wieder gehofft. Jetzt kam die ersehnte Nachricht und sorgt für Fassungslosigkeit: „Zum Bau eines Radweges entlang der L692 nach Lüdinghausen kann ich Ihnen folgendes mitteilen...“ Lüdinghausen?

Die Stadt liegt südwestlich von Münster im Kreis Coesfeld und bis dorthin sollte der ersehnte Radweg nicht gehen, sondern bis Lüdenscheid. In der Betreffzeile des Anschreibens des NRW-Ministeriums für Verkehr ist die Bergstadt genannt, doch die Ernüchterung bleibt. Denn das Verkehrsministerium verweist auf die Zuständigkeit des Landesbetriebs.

Triches: „Straßen.NRW hat keine Lust, sich damit zu beschäftigen“

„Viele Bürger unserer Gemeinde arbeiten in Lüdenscheid oder Schalksmühle und würden gern mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren. Das ist aber aufgrund eines fehlenden Radwegs im Berufsverkehr viel zu gefährlich. In Zeiten der Klimaerwärmung und Dieselfahrverbote müssen wir auch hier bei uns den Bürgern die Möglichkeit geben, auf das Rad umzusteigen.

Warum werden immer nur Fahrradwege im Münsterland oder Ruhrgebiet gebaut und nicht im ländlichen Raum des Sauerlandes? Es werden viele Fördermittel zur Verfügung gestellt. Straßen.NRW hat aber unseres Erachtens keine Lust, sich damit zu beschäftigten. Wir möchten Sie bitten, sich bei Straßen.NRW für die Idee unseres Radweges einzusetzen“, schrieb die UWG-Fraktionssprecherin Petra Triches bereits im August 2019 an das Verkehrsministerium. 2020 schickte die UWG ein Erinnerungsschreiben, im März dieses Jahres dann erneut.

Radweg im Zuge von Sanierungen umsetzen

Jetzt kam die Antwort. „Die Planung und der Bau von Radwegen an bestehenden Landstraßen erfolgt durch den Landesbetrieb Straßenbau NRW auf der Grundlage der jährlich von den Regionalräten festgelegten Prioritätenlisten. Der von Ihnen genannte Radweg ist in dieser Liste bislang nicht enthalten.“ Es folgt die Empfehlung, sich an den Regionalrat der Bezirksregierung Arnsberg zu wenden.

„Ich werde das gern unterstützen“, sagt Bürgermeisterin Birgit Tupat, die ihrerseits das Thema „Radweg an der L692“ schon mehrmals beim Landesbetrieb angesprochen hat, auch beim jüngsten Jahresgespräch ist es darum gegangen. „Wenn Instandsetzungen anstehen, könnte man überlegen, ob ein Radweg möglich sei“, sagt die Bürgermeisterin über die Zurückhaltung von Straßen.NRW.

Nur: Wann stehen Instandsetzungen an? In den nächsten Jahren eher nicht. Tatsächlich, so Birgit Tupat, benötige man dann auch ein Planfeststellungsverfahren. Die Idee ist, einen Radweg etwa in Höhe des Hofs Buttighofer im Anschluss an den gewünschten Bürgerradweg, der vom Kreinberg hochkommen soll, beginnen zu lassen.

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