Raclette und Spiele: So feiert Nachrodt Silvester

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Raclette zu Silvester: Das gehört in Nachrodt fast überall dazu.

Keine wilden Partys, kein festliches Feuerwerk und keine Umarmungen: Vieles wird anders in der Silvesternacht. Doch es gibt auffällige Ähnlichkeiten bei den Traditionen der Nachrodter und Wiblingwerder.

Nachrodt-Wiblingwerde – um Mitternacht mit den Nachbarn. Dennoch freuen sich die Nachrodt-Wiblingwerder auf den Jahreswechsel. Und es wird auch gefeiert – allerdings im kleinen Kreis. Corona macht zwar vieles anders, doch das muss nicht schlecht sein. Davon sind die Bürger der Doppelgemeinde überzeugt. Statt wilder Party gibt es heimelige Gemütlichkeit. Und was wird serviert? Na klar: Raclette. Auch da sind sich die Dorfbewohner einig.

Knicklichter für einen bunten Abend

Ordnungsamtsleiter Sebastian Putz wird den Silvesterabend mit seiner kleinen Tochter (2) verbringen. Seine Frau ist Altenpflegerin und hat Spätdienst. „Wir werden es uns schön machen und ganz viel spielen“, erzählt Sebastian Putz. Vermutlich wird es bei Familie Putz auch Raclette geben.

„Meine Tochter findet es total spannend, wenn das Essen am Tisch zubereitet wird“, verrät der Vater. Falls es kein Raclette gibt, werden Pommes oder Nudeln serviert. „Wie alle Kinder liebt auch unsere Tochter diese einfachen Sachen, die aber doch immer irgendwie besonders sind.“

Dass nicht oder zumindest wahrscheinlich sehr viel weniger geknallt wird, findet der Ordnungsamtsleiter gut. Er hat Knicklichter als Ersatz besorgt. „Daraus kann man Armbänder und Brillen formen. So machen wir uns den Abend ein bisschen bunter.“

Toast und Spiele-Test auf dem Bauernhof

Landwirtin Regina Breuer-Weustermann teilt die Freude über das Verbot des Böllerverkaufs: „Für unsere Tiere wird es auf jeden Fall ruhiger und damit auch für uns.“ Groß gefeiert wird auf dem Hof in Brenscheid natürlich auch nicht. Gemeinsam mit den Kindern wird gespielt. „Das Christkind hat einige neue Spiele gebracht. Zum Beispiel Activity Junior und Just One. Die müssen natürlich noch ausprobiert werden.“

Außerdem stehen Uno, Elfer Raus und Monopoly auf dem Programm. Auf dem Bauernhof wird es übrigens kein Raclette geben. „Wir machen etwas einfaches: Spiegelei mit Toast oder ein Krüstchen.“

Raclette: Klares Prinzip im Pfännchen

Bei Nachbarin Petra Triches wird hingegen Raclette serviert. Auch die UWG-Frontfrau feiert mit der engsten Familie. Bei Raclette hat Triches genaue Vorstellungen vom perfekten Pfännchen: „Kartoffeln, Schinkenwürfel, Hollandaise-Soße, Champignons und mit Käse überbacken – richtig lecker.“

Auch im Hause Triches wird gespielt. Am beliebtesten ist das Spiel „Mau-Mau extrem“. Dabei steht ein Buzzer in der Mitte des Tisches und wer eine Karte ablegen kann, kann schnell drücken. „Da muss man sich schon konzentrieren. Wer unaufmerksam ist, verliert“, sagt Petra Triches und freut sich auf den Spiele-Abend.

Wild und Pilze aus dem heimischen Wald

Bei Heiko Cordt in Wörden gibt es auch Raclette. Allerdings mit besonderen Zutaten. „Wir machen es mit Wild und Pilzen aus unseren Wäldern“, erzählt der Jäger. Er feiert mit seiner Frau und seinem Sohn. Ebenfalls eher gemütlich und natürlich zuhause.

„Um kurz vor Mitternacht gehen wir raus und machen das Licht im Stall bei den Pferden an und stellen ein Radio auf. Für die Hunde machen wir drinnen Radio und Fernseher an, damit sie nicht nur die Knallerei hören. Aber dieses Jahr wird es ja hoffentlich nicht so schlimm“, sagt Heiko Cordt mit Blick auf den Appell, aufs Böllern zu verzichten.

Hoffnung auf eine stille Nacht

Auch Feuerwehr-Chef Jens Klatt hofft auf einen ruhigen Jahreswechsel. „Wir sind natürlich in Einsatzbereitschaft, gehen aber von einem ruhigeren Silvester als sonst aus“, sagt Jens Klatt. Normalerweise gebe es fast immer einen Einsatz. „In der Regel sind es kleinere Sachen wie Papiercontainer, die brennen, weil Böller hineingeworfen wurden.

Vor zwei Jahren brannte mal ein Auto, das war dann schon ein etwas größerer Einsatz“, berichtet der Feuerwehrmann. Durch die wenigen Raketen, die in diesem Jahr in die Luft gehen, hofft er auf einen entspannten Abend bei Raclette mit seiner Familie.

Erster Jahreswechsel als Ehepaar

Gisela Gundermann und Norbert Grebe werden es sich in Rennerde gemütlich machen. Es wird ihr erstes Silvester als Ehepaar. „Wir lassen es ganz ruhig angehen, ich werde uns etwas Schönes kochen“, sagt Norbert Grebe.

Vielleicht probiert er mal ein neues Rezept. „Oder es gibt einfach leckere Steaks“, erzählt Grebe. Auch er hofft auf wenig Knallerei: „Für unsere Katzen und Vögel wäre das auf jeden Fall angenehmer.“

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