Waegenetz durchs Lennetal

Qualitätswandern: Ausbau der Wege stockt 

Winterliches Wandern in Wiblingwerde: Miriam Kollar und Laura Grote lieben es. Acht Qualitätswanderwege sind in der Doppelgemeinde geplant.
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Winterliches Wandern in Wiblingwerde: Miriam Kollar und Laura Grote lieben es. Acht Qualitätswanderwege sind in der Doppelgemeinde geplant.

Acht neue Qualitätswanderwege sollen in Nachrodt-Wiblingwerde entstehen. Die Vorbereitungen sind abgeschlossen. Doch der Prozess ist ins Stocken geraten.

Nachrodt-Wiblingwerde – „Die Wege sind ausgewählt, alles wurde mit einem externen Experten durchgeplant. Doch nun geht es leider seit einiger Zeit nicht weiter“, erklärt Gerd Nolte, Wanderwegewart des Heimat- und Verkehrsvereins. Gemeinsam mit den Wanderwarten der SGV-Abteilungen im Lennetal sollte im Rahmen des Leader-Programms ein durchgängiges, interkommunales Wanderwegenetz entstehen. „Aktuell ruht der Prozess. Warum genau kann ich auch nicht sagen.“

Die Stadt Plettenberg sei verantwortlich für die Beantragung der Fördermittel, mit denen der finale Ausbau erfolgen soll, erklärt Gerd Nolte. Bei der Stadt war am Freitag auf Nachfrage niemand in der Lage, die Problematik zu erklären.

Geld fehlt, um weiterzumachen

Seit mehr als einem Jahr arbeitet Gerd Nolte mit seinen Vereinskollegen und externen Beratern an dem Projekt. Nun fehlt das Geld, um weiter zu machen. Das soll eigentlich durch ein Folgeförderprogramm bereit gestellt werden.

„Wir haben mehr als 25 ausgezeichnete Wanderwege in der Gemeinde. Für das Projekt haben wir die schönsten ausgesucht. Entstehen soll ein einheitliches Wanderwegenetz mit festen Symbolen und Schildern. Ähnlich wie beim Höhenflug. Bisher haben alle SGV-Abteilungen und auch der Heimat- und Verkehrsverein die Beschilderungen angebracht.

Schöne Runde in jedem Ortsteil

Die acht ausgewählten Routen werden nicht wie sonst bei uns üblich mit roten Zahlen und Punkten auf weißem Grund ausgezeichnet, sondern den Symbolen des SGV angeglichen. Also schwarz-weiß“, erklärt Nolte. Welche Wege das nun sind, entschieden die Nachrodt-Wiblingwerder nicht allein. Ein Expertenteam aus der Eifel half bei der Auswahl und Bearbeitung.

Mit dabei sind die Wege 12, 14, 19, 23, 24, 28 und 32. „Somit haben wir aus jedem Ortsteil eine schöne Runde. Veserde ist mit dabei, Wiblingwerde, Opperhusen, die Brenscheider Mühlen und natürlich Klaras Höhe und der Dümpel“, erzählt der Wanderwegewart. Der Weg 28 werde jedoch in eine Süd- und eine Nord-Runde aufgeteilt.

„Der Weg führt einmal ganz um die Gemeinde und hat mehr als 20 Kilometer. Daher können Wanderer zukünftig abkürzen“, erklärt Nolte. Alle Wege sind Rundwanderwege. Gerd Noltes persönlicher Favorit ist die 32, der Weg über die Klaras Höhe. „Wegen der tollen Aussicht.“

„Ehrenamtlich nicht zu leisten“

Bis die neuen Wege in das Qualitätswege-Netz des Deutschen Wanderverbandes übergehen, muss aber noch einiges passieren: „Die Beschilderung muss besser werden.“ Ähnlich wie beim Sauerland Höhenflug. So sollen unter anderem Entfernungen ausgeschildert und an markanten Punkten Infotafeln errichtet werden. „Ehrenamtlich ist das nicht mehr zu leisten. Das alles kostet Geld, das wir aktuell noch nicht haben. Daher warten wir auf die Förderzusage“, sagt Nolte.

Dabei leisten die Wanderwegebeauftragten des Heimat- und Verkehrsvereins gerade in diesen Zeiten viel. Durch die Borkenkäfer-Katastrophe verändert sich der Wald ständig. „Wir kontrollieren die Wege regelmäßig. Es kommt immer mal wieder vor, dass Markierungen fehlen, weil beispielsweise Bäume gefällt wurden, an denen die Markierungen dran waren“, berichtet Gerd Nolte.

Wenn Wanderschilder fehlen: Bitte melden!

Dann hilft Roderich Knipps mit seinem Trecker. Er stellt Pfähle auf, an denen neue Schilder angebracht werden können. „Allerdings können wir nicht immer überall sein, deswegen freuen wir uns über jeden Hinweis, wo etwas nicht mehr stimmt“, erklärt Gerd Nolte.

Jüngst wurde der Weg über die Klaras Höhe neu beschildert. Dort musste aufgrund einer Aufforstung ein Wanderweg umgeleitet werden. „Als wir davon erfahren haben, sind wir direkt aktiv geworden. Jetzt hat alles wieder seine Ordnung.“

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