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Ein Ritterschlag für die Grundschule

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Von: Susanne Fischer-Bolz

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Die Grundschule hat zwei Standorte. Trotzdem sind Schüler und Lehrer nah beieinander.
Die Grundschule hat zwei Standorte. Trotzdem sind Schüler und Lehrer nah beieinander. © Fischer-Bolz, Susanne

Die Grundschule wurde auf Herz und Nieren geprüft und für erstklassig befunden. Ein Ritterschlag.

Nachrodt-Wiblingwerde – Es ist ein kleiner Ritterschlag, auch wenn Schulleiterin Carsta Coenen es viel bescheidener formuliert. „Wir haben ein Lob bekommen, weil wir beide Standorte Nachrodt und Wiblingwerde zu einer Schule zusammengeführt haben. Das Team funktioniert unheimlich gut.“ Tatsächlich wurde die Gemeinschaftsgrundschule auf Herz und Nieren geprüft – und zwar bei einer Qualitätsanalyse, die die Bezirksregierung Arnsberg durchgeführt hat. Das ist wie ein Audit in der freien Wirtschaft.

„Es war eine Herausforderung“

Sechs Mitarbeiter besuchten 22 Unterrichtseinheiten, führten Interviews mit der Schulleitung, dem Schulträger, mit allen Beteiligten des Schulpersonals, mit Eltern und Schülern ebenso. „Es war sicherlich eine Herausforderung“, erzählt Carsta Coenen schmunzelnd. Im Vorfeld wurden alle Unterlagen vorbereitet und eingereicht. „Man möchte auch alles zeigen, was man hat und kann“ , sagt die Schulleiterin. Sie freut sich, dass ein Schwerpunkt der Schule, nämlich das Zusammenwachsen beider Standorte, sehr positiv bewertet wurde. „Die Schule hat erfolgreiche Anstrengungen und Arbeitsprozesse unternommen, die beiden Standorte Nachrodt und Wiblingwerde zu einer Schule zusammenzuführen. Dies gelang durch die stets engagierte und vertrauensvolle Zusammenarbeit des gesamten Kollegiums untereinander sowie mit allen an Schule Beteiligten. Gemeinsam wurden Strukturen etabliert, die sowohl die pädagogische Arbeit als auch den Informationstransfer für alle verlässlich sichern. In den Klassenräumen und im gesamten Schulgebäude herrscht überdies eine äußerst angenehme Lern- und Arbeitsatmosphäre, geprägt von einem wertschätzenden und respektvollen Umgang miteinander“, heißt es in der Bilanz der Prüfer.

„Erst einmal durchatmen“

Positiv hervorgehoben wurde auch das Miteinander der Schule mit anderen Einrichtungen. Nach der Prüfung sagt Carsta Coenen: „Erst mal durchatmen. Wir haben natürlich noch Dinge, für die wir uns auf den Weg machen möchten. Aber nach mehr als zwei Jahren Corona ist es jetzt wichtig, den Schulalltag, das eigentliche Schulleben, das viele Kinder noch gar nicht kennen, wieder zurücketablieren.“

Neue Lehrpläne für Grundschulen

Gemeint sind unter anderem Projektwochen, Feste, das Singen in der Lennehalle. Wie an allen Schulen sei natürlich auch in Nachrodt-Wiblingwerde die Digitalisierung ein wichtiges Thema der nächsten Jahre. Andere Schwerpunkte würden sich zwangsläufig ergeben, da neue Lehrpläne für Grundschulen in NRW kommen würden, die man in verschiedenen Arbeitsgruppen mit den schulinternen Curricula zusammenführt.

„Wir haben keine Profilneurose“

„Wir wollen eine Schule sein, wollen den Kindern einen guten Weg mitgeben. Wir haben keine Profilneurose. Wir sind die Schule, die für die Kinder in Nachrodt-Wiblingwerde da ist. Das ist unser Anliegen. Und wenn man das schafft, hat man recht gute Arbeit geleistet“, sagt Carsta Coenen.

Angstfrei lernen

Dass dies so ist, macht auch ein Satz bei der Bewertung deutlich: „Von allen Beteiligten wurde bestätigt, dass die Schülerinnen und Schüler an der Grundschule Nachrodt-Wiblingwerde angstfrei und ohne Scheu vor Fehlern lernen und dass die Lehrkräfte für sie gleichzeitig Vertrauenspersonen und zugewandte Lernbegleiter sind.“

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