Startkapital zusammen: Qbus-Gastro kann starten

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Christian Waleczek will Qbus betreiben und dafür alle Möbel aus der Rastatt nutzen.

Die 50.000-Euro-Marke ist geknackt: Das Startkapital für die Bürgerstiftung ist vorhanden, Qbus kann starten. Und es gibt weitere Details zum Gastro-Konzept.

52 400 Euro! Erstes Ziel erreicht: 82 Nachrodt-Wiblingwerder Bürger, Vereine und Firmen, die das Gastro-Konzept Qbus unterstützen wollen, haben gespendet und mit Summen zwischen 30 und 5000 Euro dafür gesorgt, dass das erforderliche Geld zur Gründung der „Bürgerstiftung Nachrodt-Wiblingwerde“ zusammen gekommen ist. 

Erfolg ist nicht etwas, das einfach passiert: Die Qbus-Verantwortlichen haben es augenscheinlich geschafft, auch die Skeptiker von derIdee eines „Wohnzimmers für alle“ mit Café, Gaststätte und Terrasse – alles mit Blick auf die Lenne – zu überzeugen. 

Gastro Qbus: "Einige Hürden zu nehmen"

Und jetzt? „Natürlich darf es nun keinen Stillstand geben. Die 50 000 Euro sind der Punkt, an dem wir die erste Hürde genommen haben, eine Satzung vorbereiten können“, sagt Bürgermeisterin Birgit Tupat und hofft auf weitere Unterstützer und Förderer. 

Wer glaubt, „jetzt haben sie genug“, der irrt. Eine Bürgerstiftung muss übrigens von der Stiftungsaufsicht bei der Bezirksregierung genehmigt werden. Wie lange sich das hinziehen könnte, weiß niemand. „Es sind noch einige Hürden zu nehmen“, so Birgit Tupat. 

Gastro Qbus: Hoffnung auf Fördergelder

Wenn eine Stiftung in Gründung ist, können aber bereits entsprechende Fördergelder beantragt werden – zum Beispiel aus dem Programm „Dritte Orte“ oder auch aus dem Programm „Initiative ergreifen“, das Projekte unterstützt, die bürgerschaftliches Engagement und Stadterneuerung wirksam miteinander verknüpfen. 

Und das soll Qbus auf jeden Fall. All die, die jetzt schon Qbus in den finanziellen Sattel geholfen haben, müssen sich nun gedulden. Bisher sind die Spenden reine Absichtserklärungen. 

Gastro Qbus: Flohmarkt in der Rastatt

Erst, wenn die Stiftung gegründet ist, fließt das Geld, und es werden auch Spendenquittungen ausgegeben. Dann muss auch ein Vorstand gewählt werden. Die Bürgerstiftung ist später Eigentümerin des Qbus-Gebäudes, während Christian Waleczek Qbus als Betreiber führen möchte. Er ist vielen Nachrodtern durch ein anderes Projekt gut bekannt.

Die Rastatt wird abgerissen. Während der Sitzung des Rates ging es um die Auftragsvergabe. Wahrscheinlich hat im November das letzte Stündlein der Rastatt geschlagen. 

Aber sie wird nicht sang- und klanglos untergehen. Christian Waleczek möchte so viel wie möglich von der Rastatt retten, nachhaltig agieren und einiges bei Qbus unterbringen – wie zum Beispiel die drei Bleiglasfenster. „Die lasse ich ausbauen und werde sie in der neuen Gaststätte als Andenken integrieren“, sagt Christian Waleczek. 

Gastro Qbus: Erste Progonose für den Start

Er ist durchaus berührt davon, wie viele Menschen Qbus unterstützen. Am liebsten wäre es ihm, wenn es morgen schon losgehen könnte, aber „realistisch ist eher Mitte 2022“. 

Um Geld zu sparen, möchte Christian Waleczek auch einiges vom Küchen-Equipment der Rastatt für das neue Projekt nutzen – wie zum Beispiel die Waschstraße, den Konvektomaten oder auch den rustikalen Herd. „Den kann man wieder herrichten, dann ist er toll.“ 

Liebhaberstück: Viele Utensilien der Rastatt werden bei einem Flohmarkt verkauft.

Gläser, Töpfe, Gardinen, Tische und Stühle, Betten aus dem Hotelbereich, die Theke und vieles andere mehr sollen bei einem Flohmarkt an Interessenten verkauft werden. 

Zuvor wird noch eine Liste mit dem Inventar erstellt und online präsentiert, damit der eine oder andere Bürger schon mal einen Blick werfen kann. 

An der Schanktechnik haben zum Beispiel Sportler aus Lasbeck Interesse. Einen Flohmarkt-Termin, bei dem der Kulturschock bewirtet, gibt es noch nicht.

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