Putzaktion im Gartenhallenbad: So nutzt der Förderverein die freie Zeit

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Bei der Grundreinigung des Gartenhallenbades werden auch die Abläufe unter die Lupe genommen.

Nachrodt-Wiblingwerde – Wasser ja oder nein? das ist die große Frage nach der Reinigung im Gartenhallenbad. Aus diesem Grund.

Sollte das Wasser jetzt zeitnah wieder eingelassen werden? Oder ist es besser, bis zur Wiedereröffnung des Gartenhallenbades zu warten? Das ist die schwierige Entscheidung, die Sabine Karisch bald treffen muss. Warum, das erzählt sie im AK-Gespräch. 

Die Grundreinigung steht aktuell an. Die Schließung des Bades aufgrund des Coronavirus’ nutzen die Verantwortlichen für das Großreinemachen. Was normalerweise zwei Wochen dauert, darf sich im Moment etwas hinziehen. Zeit ist das kleinste Problem. 

Nachdem das Becken mit einem Hochdruckreiniger auf Vordermann gebracht wurde, ging es um die Reparatur der großen Dehnungsfuge zwischen Schwimmer- und Nichtschwimmerbereich, die sich gelöst hatte. Ein Fachmann war deshalb vor Ort: Martin Bühner, der diesmal seine Arbeit nicht unter Wasser verrichten musste. 

Kalkhaltiges Wasser ein Problem

Weitere größere Schäden gibt es nicht. „Nur die ganz normalen Abnutzungserscheinungen“, sagt Sabine Karisch. Das kalkhaltige Wasser ist immer ein extremes Problem. Denn wo Kalkablagerungen sind, sammeln sich auch gern Bakterien an. „Bei der Grundreinigung entkalken wir jede einzelne Fliese mit der Hand, um die Fugen zu schützen“, erzählt Sabine Karisch vom riesigen Aufwand. „Super Arbeit“, sagt sie lachend. 

Sabine Karisch im Gartenhallenbad.

Obwohl alt-bekannte Arbeiten anstehen, ist in diesem Jahr vieles anders. Edith Hammerschmidt wollte den tatkräftigen Helfern wieder Essen bringen. „Aber wir dürfen nicht zusammen Pause machen.“ Jetzt gibt es einen Arbeitsplan. Paare dürfen zusammen arbeiten, alle anderen haben getrennte Bereiche, die sie allein bearbeiten. Sabine Karisch geht davon aus, dass im April nicht geöffnet werden kann. „Selbst, wenn wir wieder unterwegs sein können, sollte man Plätze, an denen sich viele Menschen treffen, meiden.“ 

Fugen wässern?

Und das Gartenbad ist ein Treffpunkt für viele Menschen, die nicht nur das Schwimmen, sondern auch den Austausch, das miteinander Plaudern schätzen. Ob die finanzielle Soforthilfe auch für den Trägerverein Gartenhallenbad in Frage kommt, versucht Sabine Karisch gerade zu klären. 

Denn es gibt keine Einnahmen. Und viele Kosten laufen weiter. Fünf sozialversicherungspflichtige Angestellte arbeiten im Gartenhallenbad. „Ich habe Kurzarbeit angezeigt, die bewilligt ist“, sagt die Vorsitzende des Trägervereins – und glaubt, dass viele kleine Vereine nach Corona pleite sein werden. Vor allem die, die Sportstätten unterhalten müssen. 

Zurück zum Bad: Einige Hallenbäder wässern jetzt täglich die Fugen, damit sie nicht austrocknen. „Wenn das Wasser zu lange aus dem Becken ist, können Schäden am Becken passieren“, sagt Sabine Karisch. Man könnte das Wasser bald wieder einlassen, doch das würde viel Strom kosten, weil dann die Pumpen laufen müssten. Man muss also abwägen. „Die Fachleute sagen, dass es besser ist, das Wasser drin zu lassen und die Temperatur herunterzufahren“, sagt Sabine Karisch. 

Bad als Anlaufpunkt

Die Entscheidung ist noch nicht gefallen. Auf jeden Fall – und das ist der große Wunsch – soll das Gartenhallenbad im Sommer ein Anlaufpunkt für die Menschen sein. „Viele Menschen werden nicht verreisen können“, ist sich Sabine Karisch sicher. Dann soll es Spiel und Spaß im Gartenbad geben.

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