Püschelwettbewerb war Start für gutes Miteinander

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Petra Fischer (r.) und Sabine Zilt (2.v.r.) waren die Organisatorinnen des Jahresabschlusfestes am Finkenweg. Die Anwohner fördern ihre Nachbarschaft seit Jahren durch Feste und gemeinsame Aktionen. ▪

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ Nachbarschaftsstreitigkeiten scheinen für die Anwohner des Finkenwegs ein Fremdwort zu sein. Die Familien verbreiten seit ihrem Einzug in die Eigenheime stets gute Laune, haben immer ein freundliches Wort für einander auf den Lippen und fördern den Gemeinschaftssinn der Straße mit kleinen Aktionen und Festen.

Die Pflanzaktion der öffentlichen Beete entlang des Finkenwegs im Frühjahr diesen Jahres ist nur ein Beispiel dafür, wie sehr die Anwohner um ein gutes Miteinander bemüht sind und gemeinschaftlich an einem Strang ziehen. Und das von Anfang an. „Mehr aus Jux kamen wir in einem der ersten Jahre hier im Finkenweg auf die Idee, die Pampasgrashalme in den Vorgärten zu zählen“, erinnert sich Ottmar Zilt. Nahezu jeder Anwohner habe in den ersten Jahren Pampasgras in seinen Garten gepflanzt. Den kleinen, internen Gärtner-Wettbewerb vor etwa zehn Jahren gewann im Übrigen Ottmar Zilt. Mehr als 40 Püschel seien damals in seinem Garten gezählt worden, erinnert er sich. „Und es wurde beschlossen, dass der Püschelkönig ein Straßenfest auszurichten habe“, erzählt Ottmar Zilt. Dem gemeinschaftlichen Wunsch folgend, stellte Familie Zilt das erste bunte Treiben auf die Beine – einige weitere folgten, doch jedes Jahr war eine andere Familie federführend. „Letztlich halfen wir alle zusammen“, erzählt Sabine Zilt. „Doch die Straßenfest nahmen Überhand. Sie wurden einfach zu groß. Wir hatten letzlich eine Hüpfburg, Wurf- und Losbude mit richtig tollen Präsenten.“ Auch aus dem umliegenden Straßen fanden Anwohner den Weg in den Finkenweg, und feierten mit. So schön die Straßenfeste waren, sie überstiegen den üblichen Rahmen und wurden von der Gemeinschaft schließlich „begraben“.

Doch, und wie sollte es bei den Finkenweg-Anwohnern auch anders sein, wurde vor ein paar Jahren eine neue Feier aus der Taufe gehoben: Die Jahresabschlussfeier. „Im Winter läuft man sich ja nicht so häufig über den Weg wie im Sommer“, begründet Sabine Zilt. Um zum Ausklang des Jahres noch einmal in großer Runde zu feiern, treffen sich die Anwohner nun bei Glühwein, Bratwurst und selbst gebrannten Mandeln jedes Jahr in einer anderen Garangeneinfahrt – Organisatoren in diesem Jahr waren Sabine Zilt und Petra Fischer, die zur Geselligkeit mit Freunden um die „brennende Tonne“ einluden. ▪ sr

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