Sprache steht im Mittelpunkt der Projekttage

Der zwölfjährige Furkan hat in seiner Projektgruppe Buchstaben und grafische Muster zu farbenfrohen Bildern zusammengefügt. Das war ein Teilbereich der Projekttage zum Thema Sprache, die die Sekundarschule seit Montag durchführt. Foto: Griese

Nachrodt-Wiblingwerde - Was haben eigentlich das Malen eines Bildes oder das Basteln eines Kubellabyrinths, Backen und Kochen oder die Tiere in der Umgebung mit Sprache zu tun? Dieser Frage gehen seit Montag die rund 150 Sekundarschüler nach. In 17 Projekten zum Thema Sprache suchen sie nach Verbindungen zum geschriebenen oder gesprochenen Wort.

Die Projekttage sind eine Maßnahme, die die Sekundarschule ergreift, um ihre Schüler in sprachlichem Ausdruck und in der Schriftsprache sicher zu machen. Sie will sprachliche Bildung durchgängig in allen Fächern und außerunterrichtlichen Angeboten verankern und den Kindern und Jugendlichen damit eine erfolgreiche Bildungsbiographie ermöglichen.

„Wir beobachten, dass unsere Schüler weniger Sprachbildung besitzen und deshalb mit komplizierten Texten Probleme haben“, berichtet Schulleiterin Anne Rohde aus dem Schulalltag. Deshalb nimmt die Sekundarschule als eine von 33 Schulen in NRW seit Anfang dieses Jahres an dem von der Stiftung Mercator geförderten Projekt „Sprachsensible Schulentwicklung“ teil.

Unter diesem Aspekt finden auch seit Montag die Projekttage zum Thema Sprache statt. In den verschiedenen Projektgruppen erstellen die Schüler zum Beispiel Comics zum Thema „Sprache“, sie erstellen ein eigenes Hörspiel oder versuchen, mit ihrem Körper verschiedene Buchstaben darzustellen. Sie befassen sich mit sprichwörtlichen Redensarten, bereiten eine Schulrallye vor oder entwickeln einen Sketch darüber, wie es in einer Schule vor 100 Jahren zugegangen sein mag.

Kunstlehrerin Marita Sensen leitet die Projektgruppe an, die Buchstabenbilder erstellt. Hier haben die Schüler zunächst Begriffe zu Themenbereichen wie Musik, Mathematik oder Sekundarschule gesammelt. Diese Begriffe haben sie anschließend in verschiedenen Mustern mit grafischen Elementen kombiniert und daraus farbenfrohe Bilder gemalt. „Die Schüler haben neun Stunden lang fast ohne Pause hochkonzentriert gearbeitet. Das hat richtig Spaß gemacht“, berichtete Sensen.

In der Projektgruppe von Lena Krutmann ging es nicht nur darum, ein Kugellabyrinth zu bauen. Die eigentliche Aufgabe bestand darin, eine Bauanleitung dafür zu erstellen. Schnell hatten die Schüler herausgefunden worin dabei die Herausforderung besteht: „Es kommt auf Genauigkeit an“, wusste der 13-jährige Jannik. Und diese Genauigkeit fing schon bei den Fachbegriffen an, denn ein Stahlmaßstab ist nun einmal kein Lineal und Holzleisten werden auch nicht zusammengeklebt, sondern geleimt. Den Fünft- und Sechstklässlern machte all das so viel Spaß, dass sie neben dem kleinen Kugellabyrinth, das jeder mit nach Hause nehmen durfte, noch ein großes für die Spielekiste in der Pausenhalle bastelten.

Was alle 17 Projekte mit Sprache zu tun haben, können Interessierte heute (28. Mai) ab 13.30 Uhr in der Sekundarschule erfahren. Zwei Stunden lang werden die Schüler dort die Ergebnisse ihrer Arbeiten präsentieren. - Volker Griese

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