Projekt bietet Schülern ausgezeichnete Chancen

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Angelika Fuchs, Personalleiterin der Walzwerke, Geschäftsführer Dr. Bodo Reinke, Tolga Firat und Dreher Serafim Vidal an einer der Stationen, welche die gewerblichen Auszubildenden durchlaufen. -

NACHRODT-WIBLINGWERDE- Für Dr. Bodo Reinke, Geschäftsführer der Walzwerke Einsal, ist das SIHK-Projekt eine gute Sache. Von Peter von der Beck

Denn durch die schulisch-handwerkliche Vorbereitung und nicht zuletzt durch die Praktika im Unternehmen, wird die Entscheidung, einen Auszubildenden einzustellen, leichter gemacht. „Das gibt Sicherheit“. Man habe ausreichend Gelegenheit, die jungen Menschen kennen zu lernen und umgekehrt habe der Praktikant, die Gelegenheit, sich zu bewähren. Dabei müssen die Projektteilnehmer („Hauptschüler fit für die Ausbildung“) durchaus einiges leisten: 570 Stunden insgesamt. Freitagsnachmittags und Samstagsvormittags in den Bildungsstätten der Kammer und in den Ferien eben die Praktika. Sie lernen metalltechnische Grundlagen und verbessern ihr Wissen im Mathematik und Deutsch.

Und es ist nicht immer die Schulnote, sondern es sind im weitesten Sinne die Sozialkompetenzen, die zählen. Passt der Praktikant ins Team, kommt er pünktlich, hat er die nötige Reife, ist er gewissenhaft - das sind Fragen, die sich Unternehmer und Manager stellen. Nicht ohne Grund - es gibt schlechte Erfahrungen. Einer der Supernoten habe - aber erst um zehn Uhr zur Arbeit aufkreuze - das könne sich kein Unternehmen erlauben, ließ Walzwerke-Geschäftsführer Reinke durchblicken. Und Markus Turck, SIHK-Ausbilder wies darauf hin, dass die Förderung der Sozialkompetenz wichtiger Bestandteil des Projektes seien. Dort müssten sie Durchhaltevermögen beweisen. Man erkläre den jungen Leuten, dass eine Firma aus produktionstechnischen Gründen auf Pünktlichkeit angewiesen sei, dass es auch eine Sache der Kollegialität sei, rechtzeitig zu kommen.

Tolga Firat, einer von 54 Hauptschülern im Kammerbezirk, die fit für die Ausbildung gemacht wurden, jedenfalls hat seine Chance genutzt. „Er hat sich bewährt“. Der 16-jährige Hauptschüler aus Altena bekommt einen Vertrag zur Ausbildung als Verfahrensmechaniker bei den Walzwerken Einsal. Die haben eine recht hohe Quote an Auszubildenden. Aktuell sind es 13 Gewerbliche und ein halbes Dutzend Kaufmännische.

Das Projekt, das zur einen Hälfte von der Iserlohner Agentur für Arbeit mit einer Summe von 120 000 Euro und zur anderen Hälfte von Privatunternehmern und Stiftungen finanziert wird, startet am 16. April in eine neue einjährige Runde. Hauptschüler (ab Ende 9. Klasse) und Gesamtschüler können sich dafür bewerben, wenn sie nach der Schule eine metall- oder kunststofftechnische Ausbildung wollen. Auch Mädchen sind aufgerufen sich zu bewerben. Und - die Perspektive sei gut, sagte gestern SIHK-Projektleiter Gerd Eigenbrodt.

Weitere Informationen: Gerd Eigenbrodt, Telefon, 0 23 31 / 39 03 12

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