Amateurtheater Brettken setzt auf Rosa

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Das Ensemble bei der Arbeit. Noch darf hinter der Bühne munter geplaudert werden.

Nachrodt-Wiblingwerde - Das Amateurtheater „Brettken am Drögen Pütt“ ist auf Premierenkurs. Das Bühnenbild ist weitgehend aufgebaut im großen Saal der Rastatt, nun laufen die letzten Proben an den Originalschauplätzen von Vera Wittrocks turbulenter Kriminalkomödie „Unter Bademänteln – eine Posse in Plüschpantoffeln“.

Ja, die rosa Bademäntel seien fertig, versichert Michael Podworny. Die exklusive Einfärbung mussten die Akteure des Brettken selber vornehmen. So etwas ist trotz der Fülle an Vorhandenem nicht einfach zu bestellen.

Rosa ist in dem Wellness-Hotel „Zum rosa Rüssel“ nicht nur die Farbe der Bademäntel. Das liegt vor allem an den Passionen des Wirtes Engelbert Heiler. Es bleibt dauerhaft sehr unsicher, ob man ihm seine wiederholten Beteuerungen „Ich steh doch auf Frauen“ wirklich glauben kann. Spielerisch regt sich unter den Bademänteln – soweit sie schon getragen werden – schon einiges. Nur kleine Texthänger sind noch zu glätten – ansonsten läuft die Handlung schon recht geschmeidig durch.

Fehlende Accessoirs werden durch Anderes ersetzt – eine Pistole durch ein Werkzeug, eine Spirituosen- durch eine Wasserflasche. Noch darf auch mal ein Eingang zur Bühne falsch gewählt werden: „Du kommst aus den Feuchtgebieten!“ Was im „Zum rosa Rüssel“ zunächst nur die Badeabteilung des Hauses meint. Noch darf hinter der Bühne munter geplaudert werden, noch dürfen die Akteure über sich und die Anderen lachen.

Noch darf der Eimer mit der rosanen Wandfarbe fehlen, mit der Engelbert Heiler die Decke seines Zimmers streichen möchte. Überhaupt haben die Bühnenbauer farblich alles gegeben: Der Empfangssaal des Wellness-Hotels ist so rosa wie er nur sein kann – lediglich Kunstwerke, die Sofapolster, das Hinweisschild „Fluchtweg“ (nicht unwichtig) und ein paar weitere Kleinigkeiten ragen aus dieser farblichen Orientierung heraus.

Das Publikum lässt sich während der Probe noch an einer Hand abzählen, und dort, wo später das Publikum sitzen wird, stehen Farbeimer und Pinsel, Bohrmaschine und Lattenbündel, ein Akkuschrauber und Werkzeugkästen. Eher überraschend sind ein Kochtopf und eine Axt. Aber ganz so schlimm wird es nicht: Nach allem, was bekannt ist, geht es in dem Stück nicht um Kannibalismus und die dazugehörige Gourmetküche.

Die Premiere von „Unter Bademänteln“ beginnt am 11. Juni um 20 Uhr in der Rastatt. Weitere Aufführungstermine sind am 13., 14., 15., 18. und 19. Juni, ebenfalls jeweils ab 20 Uhr. Der Einlass beginnt immer eine Stunde vor Spielbeginn.

Karten gibt es an der Abendkasse und bei folgenden Vorverkaufsstellen: Gasthaus „Zur Rastatt”, Hagener Str. 4, Lotto-Toto E. Schmalenbach, Hagener Str. 83, EDEKA Clever, Altenaer Str. 33, Lebensmittel+Getränke Arnd Winkhaus, Lüdenscheider Str. 4, Wiblingwerde, Salon Heidrun Schick, Gustav-Selve-Str., 1-3, Altena, Buchhandlung Katerlöh, Kirchstr. 10, Altena, „Schubidu in der Oberstadt”, Graf-Engelbert-Platz 3, Lüdenscheid, „Die kleine Buchhandlung”, Hagener Str. 29, Iserlohn-Letmathe. Platzreservierungen sind ebenfalls möglich, und zwar per E-Mail an reservierung@brettken.de oder telefonisch: 02352/32373. - Von Thomas Krumm

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