Neuer Jägerball in Veserde hat Schützenfestqualität

Keine zwei Lieder brauchten die Oberspiesheimer aus Bayern - schon war die Tanzfläche war voll.

Nachrodt-Wiblingwerde -   Was den Altenaer ihr Schützenfest ist, könnte den Wiblingwerdern schon bald ihr Jägerball sein. Die Premiere am Samstagabend im Schloss Hotel Holzrichter war ein großer Erfolg. Die Tanzfläche war voll, die Stimmung ausgelassen und die Oberspiesheimer lieferten eine gewohnt sensationelle Bühnenshow ab. Eine Wiederholung ist bereits in Planung.

Jäger und Nicht-Jäger feierten gemeinsam. Die Idee dazu hatte Thomas Holzrichter. Mit dem Ball möchte er zeigen, dass die Jagd wichtig ist und dass es keine Schande ist, Jäger zu sein. Im Gegenteil. „Die Jagd ist ein tolles und wichtiges Hobby. Ich liebe die Jagd und werde mich damit auch nicht verstecken. Heute feiern wir uns und die Jagd“, sagte der Gastgeber bei der Eröffnung.

Zum Ball war auch Peter Markett, Vorsitzender des Bunds der Berufsjäger, gekommen. „Als Jäger müssen wir unser Handeln immer erklären. Schützen ist das große Wort dieser Zeit. Aber wir schützen uns zu Tode und das ist das, was viele Menschen nicht verstehen. Gerade Städtern sei nicht bewusst, dass die Wildbestände sich nicht natürlich regulieren. Rehe beispielsweise richten jedes Jahr beträchtliche Schäden an und zerstören, sofern die Population zu groß ist, den Wald. „Bald gehören Schweine und Rehe zu den Schädlingen und der Jäger wird zum Schädlingsbekämpfer“, sagte er plakativ. Aber genau das wolle er nicht und deswegen appellierte er an die Anwesenden, offen über ihre Arbeit zu sprechen, Aufklärungsarbeit zu leisten und die Menschen mit ins Boot zu holen. Ein Abend wie dieser sei eine gute Gelegenheit, Gespräche zu führen und Werbung für eine Jagd zu machen, die dem Natur- und dem Tierschutz diene.

Nach der kurzen Einführung wurde gefeiert. In der Küche des Hotels war ein großes Buffet aufgebaut worden und die 14 Musiker auf der Bühne sorgten für Stimmung. „Die Oberspiesheimer machen immer gute Laune. Hier oben kennt man die schon von der Feuerwehr und vom Turnverein“, erklärte Katharina Holzrichter. Keine zwei Lieder brauchte die Band aus Bayern und die Tanzfläche war voll. Die, die nicht tanzen konnten oder wollten, schunkelten an den Tischen. Zu späterer Stunde zog dann die wohl längste Polonaise Veserdes durchs Restaurant. Mehr als 200 Gäste hatten eine lange, tanzende Reihe gebildet.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare