Polizei zieht in Nachrodt Dirtbike aus dem Verkehr

+
Dieses Dirtbike hat eine Streifenwagenbesatzung am Montagnachmittag in Nachrodt sicher gestellt. ▪

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ Die Polizei hat am Montagnachmittag in Nachrodt ein so genanntes Dirtbike aus dem Verkehr gezogen. Dabei handelte es sich um ein Motorrad, das nicht auf öffentlichen Verkehrsflächen benutzt werden darf.

Eine Streifenwagenbesatzung beobachtete einen 23-jährigen Nachrodter, der mit einem Dirtbike die Ehrenmalstraße befuhr. Als der junge Mann die Polizei sah, trat er die Flucht an. An der Einmündung Hagener Straße/Ehrenmalstraße bog er nach links in Richtung Iserlohn ab. Auf Lennebrücke konnte die Polizei ihn zwar anhalten, er setzte seine Flucht jedoch zu Fuß fort. Den Beamten gelang es schließlich, den Mann auf einem Waldweg in Richtung Dümplerleie einzuholen und zu stellen.

Den 23-Jährigen erwartet nun eine Strafanzeige, weil er nicht im Besitz eines Führerscheins für Motorräder ist und weil er ohne Zulassung gefahren ist. Sein Fahrzeug stellte die Polizei zur weiteren Untersuchung sicher.

Motorradfahrer machen derzeit auch Revierförster Christof Schäfer Sorgen. „Es häufen sich die Beschwerden über Motorradfahrer“, berichtete er im Gespräch mit dem Altenaer Kreisblatt. Auch sie seien oftmals mit Dirtbikes ohne Zulassung unterwegs, aber auch andere Motorradfahrer seien verbotenerweise im Wald und im Landschaftsschutzgebiet anzutreffen. Erst am Montagnachmittag hätten mehrere Motorradfahrer eine Reitergruppe im Langenscheider Bachtal belästigt. „Die Pferde haben sich vor dem Lärm erschrocken und gescheut“, so Schäfer. Zum Glück sei nichts Schlimmeres passiert. Der Förster wies aber darauf hin, dass Wälder und Landschaftsschutzgebiete nicht mit motorisierten Fahrzeugen befahren werden dürfen. Wer sich daran nicht halte, müsse mit einem Verwarnungsgeld von 25 Euro oder sogar einem Bußgeld von mindestens 75 Euro rechnen. Reiten und Fahrradfahren sei dagegen auf festen Waldwegen erlaubt.

In diesem Zusammenhang wies Schäfer auch auf das seit dem 1. März geltende Rauchverbot im Wald hin: „Viele unterschätzen die Gefahr im Frühjahr. Jetzt ist das Laub trocken, und es genügt schon ein leichter Wind, damit aus Glut ein Feuer wird.“ ▪ vg

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.
Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare