Polizei klärt weniger Unfallfluchten auf

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148 Mal hat es im vergangenen Jahr auf den Straßen der Doppelgemeinde gekracht. ▪

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ Trotz der zeitweise extrem winterlichen Straßenverhältnisse sowohl am Anfang als auch am Ende des vergangenen Jahres ist die Zahl der Verkehrsunfälle in Nachrodt-Wiblingwerde im Jahr 2010 leicht gesunken. Das geht aus der polizeilichen Unfallstatistik hervor. 148 Mal krachte es demnach im abgelaufenen Jahr auf den Straßen der Doppelgemeinde. Im Jahr 2009 hatte die Polizei 152 Unfälle gezählt.

Einen Rückgang verzeichnet die Polizei auch, was die Zahl der bei Verkehrsunfällen verletzten Personen angeht. 25 Verkehrsteilnehmer wurden verletzt, davon fünf schwer. Ein Jahr zuvor waren es 36 Verletzte, davon sieben Schwerverletzte gewesen. Verkehrstote waren in den vergangenen beiden Jahren in Nachrodt-Wiblingwerde nicht zu beklagen.

Die Anzahl der bei Verkehrsunfällen verletzten 14- bis 17-Jährigen stagniert nach dem Höchststand (7) im Jahr 2008 derzeit bei zwei Jugendlichen. Nach wie vor beäugt die Polizei in diesem Zusammenhang kritisch die Gruppe der Mofa- oder Motorroller-Fahrer. Sie seien als Fahranfänger im Straßenverkehr häufig zu rasant oder mit „frisierten“ Fahrzeugen unterwegs und überschätzten ihre fahrerischen Fähigkeiten, so die Polizei. Die Ordnungshüter wollen ihre Aktivitäten deshalb in diesem Bereich fortsetzen und auch gezielte Zweiradkontrollen durchführen.

Die Anzahl der bei Verkehrsunfällen verletzten jungen Erwachsenen (18 bis 24 Jahre) ist in der Doppelgemeinde zwar geringfügig um zwei auf acht gesunken. Verglichen mit Altena, wo nur fünf junge Erwachsene verletzt wurden, ist das aber eine hohe Zahl, die die Polizei auf den in Nachrodt-Wiblingwerde höheren Anteil an Überlandstraßen zurückführt. „Hier kommen Fahranfänger dann doch eher an ihre Grenzen, und die Folgen bei höherer Geschwindigkeit wiegen dann schwerer“, erklärte der Leiter der Polizeiwache Altena, Polizeihauptkommissar Matthias Radtke.

Zugenommen hat im vergangenen Jahr die Zahl der Verkehrsunfallfluchten. 28 Unfallverursacher (2009: 27) haben in Nachrodt-Wiblingwerde den Ort des Geschehens verlassen, ohne sich um den angerichteten Schaden zu kümmern. Die Polizei macht dafür die schwierige Wetterlage zu Jahresbeginn und -ende verantwortlich. Die winterlichen Straßenverhältnisse hätten zu einigen „Ausrutschern“ geführt, deren Folgen – umgeknickte Verkehrsschilder, umgefahrene Poller, beschädigte Gartenzäune und touchierte Fahrzeuge – erst viel später, meistens nach dem Abtauen des Schnees zum Vorschein gekommen seien. Die Chancen, dann noch einen Verursacher zu finden, seien schlecht gewesen, weshalb die Aufklärungsquote in Nachrodt-Wiblingwerde auch nur bei rund 30 Prozent gelegen habe. In den beiden Fällen von Unfallflucht, in denen Menschen verletzt worden sind, konnten die Verursacher allerdings ermittelt werden. ▪ vg

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