Hallenscheider Weg wird aufgegeben

Wenn man eine Straße ins Nirwana schickt

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Im Gespräch während der Begutachtung der Straßen: Bauausschuss-Vorsitzender Gerd Schröder, Bauamtsleiter Dirk Röding, Kathrin Püschel und Matthias Lohmann (von links).

Nachrodt-Wiblingwerde - Harpkestraße sanieren? Ja. Nein. Vielleicht. Oder doch auf jeden Fall? Erst fiel sie bei den Mitgliedern des Planungs- und Bauausschusses durchs Raster („es gibt schlimmere Zustände“), dann kam doch die Wende – durch UWG-Fraktionssprecherin Petra Triches. Fakt ist: Sie wird gemacht, eine andere Straße möchte man aber komplett aufgeben, sozusagen ins Nirwana befördern. Und es gibt ein Versprechen für den Friedhofsweg.

Interessante und spannende Diskussionen gab es während der Straßenbesichtigung, zu der sich die Ausschussmitglieder unter dem Vorsitz von Gerd Schröder (SPD) trafen. Fakt ist: Eigentlich werden fast all jene Vorhaben angegangen, die Bauamtsleiter Dirk Röding im Rat vorgestellt hatte – die aber dort auf heftige Kritik gestoßen waren.

An der Harpkestraße findet man in Teilabschnitten Absackungen und Risse. Die Fahrbahn soll abgefräst, die Absackungen aufgefüllt und verdichtet werden. Anschließend wird eine neue Asphaltschicht aufgebracht. Kosten für die Anlieger werden nicht anfallen.

Die Harpkestraße ist nach langem Hin und Her im Programm.

Eine sehr gute Nachricht gibt es auch für den Friedhofsweg, die Herzensangelegenheit von Peter Herbel. Er bekam das Versprechen, dass die Straße im kommenden Jahr gemacht wird. Dort soll ein sogenannter Hocheinbau (zwischen vier und acht Zentimeter) stattfinden – auf die vorhandene Straße wird neu aufgebaut sozusagen. Dabei werden auch die Grundstückszufahrten angehoben. Damit kein Wasser von den Gehwegen in die Einfahrten läuft, will man für einen „vernünftigen Ablauf“ sorgen. Und: Kosten werden für die Anlieger nicht anfallen.

Straßen-Sorgenkinder gibt es in der Gemeinde allerorts, keine Frage. Der Hallenscheider Weg gehört sicher dazu, den die Bauausschussmitglieder im Konvoi befuhren. Dass in der Spitzkehre das eine oder andere Auto aufsetzte, war aber nicht der Grund für die Entscheidung, die Straße nicht zu sanieren, sondern aufzugeben.

Der Hallenscheider Weg wird aufgegeben.

Man kann sie zwar weiter befahren, aber sie wird nicht mehr auf Vordermann gebracht. Denn – , so waren sich alle Kommunalpolitiker einig, – es reiche eine Zufahrt: der Hallenscheider Weg oder der Kreinberger Weg. Nur ein besonders schlimmer „Zipfel“ wird am Hallenscheider Weg saniert: zwischen Kückelhaus, Illerhaus und Tacke.

Neu im Straßenbauprogramm 2018 ist der Deierter Weg – von der Buswendeplatte bis zur Ortsgrenze soll eine neue Tragdeckschicht aufgebracht werden. Der Weg, auf dem Gerd Schröder „freitags halb Deutschland entgegenkommt“, wird augenscheinlich selbst von Lkw-Fahrern genutzt. Was machen die da?

Die Fahrbahn der Wiesenstraße ist unübersehbar vielfach gerissen und sanierungsbedürftig.

Neu wird in diesem Jahr auch die Wiesenstraße, die vielfach gerissen ist. Im Anschluss an die Arbeiten der Stadtwerke Iserlohn, die dort eine neue Wasserleitung verlegen wollen, soll die Fahrbahndecke in ganzer Breite saniert werden. Und dann ist noch der Gehweg entlang der Opperhusener Straße im Blick, der eine neue Asphaltschicht bekommt. Baumwurzeln drücken den Gehweg hoch, sodass auch eine Fällung der Bäume ansteht.

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