Umkleide: Neubau statt Sanierung

+
Eine Sanierung der Umkleideräume lohnt sich nicht.

Nachrodt-Wiblingwerde – Keine umfangreiche Sanierung, sondern einen Neubau favorisieren die Mitglieder des Planungs- und Bauausschusses für die Sportlerumkleiden an der Turnhalle Holensiepen.

 „Wenn wir so viel Geld investieren und in zehn/15 Jahren kommt das nächste Drama, werden wir für verrückt erklärt“, meinte Petra Triches, Fraktionssprecherin der UWG. Die Umkleideräume im Untergeschoss sind vollständig entkernt worden. Bei den Arbeiten wurden Risse an den Wänden entdeckt. Zudem ist die Außenwand nach außen weggekippt und die Fundamente liegen hohl. Eine Sanierung mit allem Drum und Dran würde 314000 Euro kosten. Und: Damit wäre nur ein Gebäudeteil der Turnhalle gerettet. 

Ein Gutachter für Baustatik und Tragwerksplanung bescheinigte der Turnhalle und dem Gartenbad zwar Standsicherheit, doch die „Restnutzungsdauer beider Gebäude wird aufgrund der vorangeschrittenen Karbonatisierung auf etwa zehn bis 15 Jahre geschätzt“, heißt es in der Vorlage für den Planungs- und Bauausschuss. „Neu zu bauen, finde ich sehr attraktiv. Wir nehmen das Geld in die Hand und haben etwas, was den Sportlern langfristig zur Verfügung steht“, meinte Christian Pohlmann (SPD).

 Vorstellbar wäre die Errichtung der neuen Umkleideräume zum Beispiel auf dem Parkplatz im Eingangsbereich zum Stadion oder auf der ehemaligen Liegewiese. Den Osterfeuerplatz hält Christian Pohlmann allerdings für ungeeignet. „Zum einen ist der Bereich schwierig, weil da viel Zeug verbuddelt worden ist, wie man von den älteren Nachrodtern hört. Zum anderen haben sich Förderverein und Trägerverein vom Gartenhallenbad Mühe gegeben, den Platz so herzurichten, dass man Veranstaltungen dort machen kann. Ein Osterfeuer könnte dann wahrscheinlich nicht mehr stattfinden.“

 Am Parkplatz sei ein Bau attraktiver. Die aktuellen, bruchreifen Umkleideräume könnten eventuell als Lagerräume hergerichtet werden. „Große Verkehrslasten kann man aber nicht reinbringen“, meinte Bauamtsleiter Dirk Röding. Alle Fraktionen möchten jetzt Nägel mit Köpfe machen und empfehlen dem Rat einen Neubau. Entstehen würden dann zwei Umkleideräume, Duschen, Toiletten und eine Schiedsrichterkabine mit einer Nutzfläche von 120 Quadratmetern. Kosten: etwa 290000 Euro. Zur Übergangslösung sollen, so der Vorschlag von Bauamtsleiter Dirk Röding, Container aufgestellt werden, damit die kleinen Sportler nicht mehr die Hauptstraße zur Lennehalle überqueren müssen. Angedacht sind Räume mit Toiletten, aber keine Duschen. Jan Schröder machte bei den Bürgeranfragen darauf aufmerksam, dass es auch Duschcontainer gibt.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare