Stützmauer in Wiblingwerde ist hinüber

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An die 100 Meter lang ist der Abschnitt der Lüdenscheider Straße, der von einer Stützmauer gehalten wird. ▪

NACHRODT-W‘WERDE ▪ Die Stützmauer an der Lüdenscheider Straße in Wiblingwerde wird am Montag noch einmal die Kommunalpoltik beschäftigen. Alles deutet darauf hin, dass ihre Sanierung aufwändiger und teurer wird als gedacht.

Aus dem Bericht einer Statikerin, der dem Planungs- und Bauausschuss vorgelegt wird, geht hervor, dass die Wand in ihrer gesamten Länge nicht mehr senkrecht steht und insgesamt sanierungsbedürftig ist. Die Statikerin spricht sogar von ganz konkreten Gefahren - die Mauer könnte umstürzen.

Eine lange Reihe von Warnbaken weist an der Lüdenscheider Straße gut sichtbar auf die Lage der Problemstelle hin - sie liegt gegenüber der Tankstelle Siepker. Der Gehweg ist gesperrt, die Häuser im Kernbereich nur noch eingeschränkt oder gar nicht mit Fahrzeugen zu erreichen. Vier Bauschuttcontainer mit Befüllung sind vor die Wand gestellt worden. Sie dienen als provisorische Widerlager. Das Problem: Für eine komplette Sanierung stehen in diesem Haushaltsjahr keine Gelder bereit. Dazu kommt noch, dass im Gehweg oberhalb der Wand eine Wasserleitung verlegt ist, die bei einer Sanierung komplett freigelegt werden müsste. Die Verwaltung führt dazu in der Beratungsvorlage aus, dass dies wegen der bevorstehenden Frostperiode nicht mehr machbar ist.

Die Anlieger sind bereits informiert worden, dass die Sicherungsmaßnahmen über den Winter so bestehen bleiben werden.

Für die Sitzung hat die Verwaltung vier Vorschläge erarbeitet. Nummer 1 ist der Abbruch der Stützwand mit Neubau auf der gesamten Länge. Kosten: 150 000 Euro. Lösung Nummer 2 sieht vor, die Mauer ebenfalls abzureißen und für den Höhenausgleich eine Böschung anzulegen. Dadurch würde die Fahrbahnbreite der Lüdenscheider Straße auf sechs Meter schrumpfen. Kosten: 60 000 Euro.

Variante 3 sieht eine niedrigere Form der Mauer vor, die nur einen Teil des Höhenunterschiedes ausgleicht. Dadurch wären zumindest die Häuser 15 und 17 wieder eingeschränkt mit Fahrzeugen zu erreichen. Kosten: 85 000 Euro.

Variante 4 hat zum Ziel, eine neue Erschließung der anliegenden Häuser 15 und 17 von der Lüdenscheider Straße aus zu errichten, die über eine Rampe verläuft. Dieses wäre mit Kosten von 170 000 Euro die teuerste Lösung. In fast allen Varianten müssten zudem neue Versorgungsleitungen verlegt werden. Die Verwaltung erläutert in der Vorlage: Die Firma, die bisher mit der Sanierung von zwei Abschnitten der Mauer beauftragt war, hat bereits signalisiert, dass sie mit einer Auflösung ihres Vertrages einverstanden wäre.

Damit könnte die Maßnahme dann neu ausgeschrieben werden. Die Verwaltung empfiehlt der Politik, sich aus Kostengründen für die Variante 3 zu entscheiden. Da die Sicherungsmaßnahmen für die Anlieger erhebliche Einschränkungen bedeuten, hofft die Verwaltung auf eine rasche Entscheidung. ▪ tk

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