Neue Lennebrücke nicht vor 2022

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Die Belastung für die Lennebrücke darf sich nicht erhöhen. Die Ampelregelung bleibt.

Nachrodt-Wiblingwerde - Es gab drei mögliche Varianten. Tatsächlich? Langsam, still und heimlich haben sich augenscheinlich zwei mögliche Standorte für die neue Lennebrücke in Luft aufgelöst. Anders ist es nicht zu erklären. Denn wie Andreas Berg, zuständig für die Verkehrssicherheit bei Straßen.NRW und dort auch zukünftiger Pressesprecher, erklärt, ist das Planfeststellungsverfahren jetzt in der Vorbereitung – und zwar mit der Vorzugsvariante von der katholischen Kirche aus.

Die Streckenführung soll gegenüber von St. Josef links neben der Rastatt beginnen, über das Gelände folgen, dort, wo jetzt der Bolzplatz ist, und dann einen 45-Grad-Schwenk über die Lenne bis zur von Bodelschwingh-Straße machen. Aber wann? Baubeginn könnte nach aktuellen Informationen 2022 sein.

Mit der Ist-Situation müssen die Nachrodt-Wiblingwerder weiter leben – wahrscheinlich noch ein paar Jahre. Mindestens noch vier. Halbseitige Sperrung. Ampelbetrieb. Zwischendurch immer wieder lange Staus. Passiert ein Unfall auf der A45, geht in Nachrodt nichts mehr. Alle wollen oder müssen durch das Nadelöhr.

Die Brücke selbst wird immer wieder untersucht und hält die Belastungen aufgrund der nur „einspurigen Befahrbarkeit“ noch aus. Dass sich die Brücke aber von alleine „heilen“ kann, ist so unwahrscheinlich wie die Möglichkeit, dass die neue Brücke das Landschaftsbild nicht verschandeln wird.

Fakt ist: Eine neue Brücke am alten Standort, wie vielfach gewünscht, kommt wahrscheinlich schon deshalb nicht in Frage, weil dann die jetzige Planung, die schon Ewigkeiten dauert, dann über den viel zitierten Haufen geworfen werden müsste. Alles auf Null. Mit dem ersten Zeichenstrich. „Und städtebaulich wäre es auch eine Katastrophe“, meint Bürgermeisterin Birgit Tupat, die auch auf heißen Kohlen sitzt. Ein Brückenneubau ist mehr als dringlich.

 Neuigkeiten gibt es insofern, als dass es nach den Sommerferien nun einen Bürgermarkt geben soll. An verschiedenen Stationen –ähnlich wie beim Amprionverfahren – sollen interessierte Bürger alles rund um die Planungen erfahren. Dabei geht es auch um Umwelt-, Naturschutz und Wasserwirtschaft. Alle Fragen und Anliegen sollen dann geklärt werden. „Einen Termin haben wir noch nicht, aber die Veranstaltung soll auf jeden Fall vor der Oktober-Ratssitzung stattfinden“, sagt Bürgermeisterin Birgit Tupat.

Das Planfeststellungsverfahren selbst soll 2019/2020 durchgeführt werden und dauert dann erfahrungsgemäß etwa zwei Jahre. „Das hängt aber davon ab, wie viele Einsprüche es geben wird“, sagt Andreas Berg. „Zielführende Gespräche“ soll es aber bereits mit Grundstücksbesitzer Christian von Löbbecke gegeben haben. Was genau „zielführend“ bedeutet, wollte Andreas Berg nicht kommentieren.

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