Hunderennen mit Quietscheenten

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Jetzt aber schnell: Stolz waren Herrchen und Frauchen auf ihre Vierbeiner.

Nachrodt-Wiblingwerde – Quietscheenten, Fuchsschwänze, Hasenpfoten, Männer und Frauen, die wie wild auf der Stelle hüpften: Ausnahmezustand auf dem Trainingsgelände des Pinscher-Schnauzer-Klubs an der Stenglingser Straße. Der Klub an der Gemeindegrenze hatte zum zwölften Hunderennen eingeladen.

Mehr als 90 Hunde gingen auf die 50 Meter lange Bahn – ein Rekord. Viele Nachrodt-Wiblingwerder waren mit dabei. Seven, der junge Border Collie von Sandra Bornemann, feierte sein Renndebüt. Schon früh ging es los. Doch zunächst einmal hieß es warten. Startnummer 86 bekam er. Also noch einmal zurück ins Auto.

Andere machten es sich auf der großen Wiese bequem. Einige hatten sogar Zelte dabei, um ihrem Vierbeiner den größtmöglichen Komfort bieten zu können. Ich werde mich zum Affen machen Sandra Bornemann „Das ist ja kein Rennen wie zum Beispiel von Windhunden bekannt ist. Hier geht es um Spaß. Und dazu gehört vor allem, dass man sich mit anderen Hundeleuten trifft und einen entspannten Tag verbringt“, erklärte Organisator Peter Nimmerrichter.

 Los ging es mit den Welpen. Die verstanden noch nicht alle so genau, wo sie hinmussten. Während ein Zweibeiner die Hunde am Start festhielt, positionierten sich Herrchen und/oder Frauchen im Ziel und taten alles, damit ihr Hund möglichst schnell in ihre Richtung lief. „Ja, ich werde mich da definitiv nachher auch zum Affen machen“, gestand Bornemann, während sie beobachtete, wie Herrchen und Frauchen mit Spielzeug wedelten, in der Hocke ihren Schatz riefen und gleichzeitig noch mit Leckerchen lockten. „Hunderennen machen Mensch und Tier Spaß. Mein erfahrener Henry weiß immer schon genau, was Sache ist und ist 100-prozentig bei der Sache. Er läuft die 50 Meter an guten Tagen in unter fünf Sekunden. Mal sehen, wie sich heute der Nachwuchs hier schlägt“, erzählte die Hundehalterin.

Nun geht der kleine Hund in den Renn-Ruhestand

Derweil ging Milo an den Start. Für Besitzerin Sabine Sliwka ein besonders emotionaler Moment. Denn es wurde Milos letztes Rennen. „Hier hat vor acht Jahren unsere Hunderennen-Sucht angefangen und hier wird sie auch enden“, erzählte die junge Frau. Gemeinsam mit ihrem Jack Russel hat sie unzählige Wochenenden mit Hundesport verbracht. „Milo ist schon immer eher vorne. Er liebt es zu rennen“, berichtete sie. Doch nun geht der kleine Hund in den Renn-Ruhestand.

Der älteste Hund am Wochenende auf der Strecke war übrigens 15 Jahre alt. Der jüngste gerade einmal fünf Monate. Der größte war 75 Zentimeter, der kleinste 23 Zentimeter. „Die Hunde starten nach Größe. Und es gibt eine Welpen- und eine Seniorenklasse“, erklärte Nimmerrichter. Jeder Hund läuft zwei Mal, die beste Zeit wird gewertet. Inzwischen näherte sich Sevens Start. Der Border Collie war schon gespannt, was ihn wohl erwarten würde. Am Start sprintete er los – doch stopp. Mittendrin war auch etwas interessant. Irritiert hielt er an. Am Ende zwölf Sekunden. Zu langsam für eine Platzierung. Der zweite Start klappt dann schon deutlich besser. „Jetzt hat er es kapiert“, freute sich Bornemann. Knapp über fünf Sekunden brauchte er. Jetzt noch die Staffel. Und noch einmal besser: 4,77 Sekunden.

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