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Ponys im Pertheshaus auch im Aufzug

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Von: Susanne Fischer-Bolz

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Die Therapieponys Pumuckel, Goldie und Lion waren mit ihrer Besitzerin Carola Weidemann zu Gast im Pertheshaus.
Die Therapieponys Pumuckel, Goldie und Lion waren mit ihrer Besitzerin Carola Weidemann zu Gast im Pertheshaus. © Fischer-Bolz, Susanne

„Ja, wenn er doch muss, dann muss er eben.“ Stimmt wohl. Das kleine Malheur mit den Pony-Äpfeln, die dann plötzlich auf dem Boden landeten, fanden die älteren Herrschaften äußerst amüsant. Kann ja mal passieren. Geradezu verliebt bis über beide Ohren waren die Pertheshaus-Bewohner – und zwar in Pumuckel, Goldie und Lion.

Nachrodt-Wiblingwerde – Die drei Miniponys, die in der Pflegeeinrichtung umherspazierten, ließen sich nach Herzenslust streicheln, liefen neben Rollstühlen und Rollatoren her und fuhren sogar mit dem Aufzug. Einmal bitte in den ersten Stock. Den tierischen Besuch hatte Silke Mangels vom Sozialdienst organisiert, nachdem Einrichtungsleiterin Petra Winkler von den Therapie-Ponys gelesen hatte und gleich daran dachte, „dass so ein Besuch auch unsere Bewohner glücklich machen würde.“

„Ich dachte, es wäre ein Scherz“

Und tatsächlich war es so. „Ich dachte, es wäre ein Scherz“, schmunzelte Hans-Jürgen Seifer, der in seinem Zimmer vom Vierbeiner Lion besucht wurde und der sich darüber riesig freute. „Na, wer bist du denn?“ oder „Ein Pony habe ich schon so lange nicht mehr gesehen“, waren die Sätze, die immer wieder fielen. Braune Augen, kuscheliges Fell: Da ging den Bewohnern ganz automatisch das Herz auf. Genauso begeistert waren auch die Pflegekräfte. Alle wollten ein Erinnerungsfoto.

Ponys im Aufzug: Einmal bitte in den ersten Stock.
Ponys im Aufzug: Einmal bitte in den ersten Stock. © Fischer-Bolz, Susanne

Besitzerin der Ponys ist Carola Weidemann aus Breckerfeld, die Dressurtrainerin ist und ihre Kleinpferde selbst ausgebildet hat. Pumuckel ist wahrscheinlich mit seinen 50 Zentimetern das kleinste Pony Deutschlands. Er, als auch Goldie und Lion, haben überhaupt keine Berührungsängste, lassen sich gern streicheln, sind vom Charakter sensibel und einfühlsam. Sie liefen wie selbstverständlich durch die Einrichtung, als gehörten sie dorthin. Die Pertheshaus-Bewohner strahlten um die Wette. Fast alle wollten die Ponys näher kennenlernen oder sogar mit ihnen über den Flur spazieren gehen. Auch das war kein Problem für die Minis, die oft mit ihrer Besitzerin unterwegs sind und in Schulen, Kindergärten, Behinderteneinrichtungen und Senioren-Einrichtungen für eine kleine Abwechslung sorgen. Eigentlich ist es sogar noch mehr. Die Senioren blühten bei dem Kontakt mit den Ponys geradezu auf. Vor der Pandemie gab es im Pertheshaus einen ehrenamtlichen Hunde-Besuchsdienst. Mittlerweile ist nur noch Mia, der Hund einer Mitarbeiterin, immer mal wieder vor Ort. Ponys kamen noch nie. Doch bei diesem durchschlagenden Erfolg dürfte es nicht der letzte Besuch gewesen sein.

Die Pertheshaus-Bewohner strahlten um die Wette. Fast alle wollten die Ponys näher kennenlernen.
Die Pertheshaus-Bewohner strahlten um die Wette. Fast alle wollten die Ponys näher kennenlernen. © Fischer-Bolz, Susanne

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