Friedhofsweg Einsal: Anlieger wollen keinen Ausbau

Peter Herbel (CDU): „Kaspern schon Jahre herum!“

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Friedhofsweg in Einsal: Die Bürger wollen keinen teuren Ausbau.

Nachrodt-Wiblingwerde - „Seit dem Jahr 2011 kaspern wir mit dem Friedhofsweg schon herum!“ Peter Herbel (CDU) nahm wie gewohnt kein Blatt vor den Mund. Der Ratsherr der Union war am Montag, 13. März,  im Plan- und Bauausschuss durchaus der Meinung, dass die angegriffene Fahrbahn in Einsal „abgefräst werden könnte“, um sie so zu sanieren.

Wenn die Gemeinde auf diese Weise vorgehe, kämen keine Kosten auf die Anlieger zu. Das Thema Kosten-Beteiligung durch die Anwohner sorgte für hitzige Äußerungen. SPD-Ratsherr Matthias Lohmann tat Diskussionsbeiträge gar als „Besserwisserei“ ab. Er höre immer nur, diese und jene Firma könnten abfräsen, heimische Unternehmen wären dazu aber nicht in der Lage. Er habe von diesem „...habe ich gehört!“ oder „...weiß ich genau“ und „...ich kenne da einen, der wieder einen kennt“, einfach genug. Fakt sei: Keine Firma und kein Ingenieurbüro, das die Verwaltung hinzugezogen hätte, habe zugesagt, dass es mit einer Deckenabfräsung getan sei. „Dann gibt es keine Gewährleistung nach VOB.“

SPD-Ratsherr empört

 Lars Wygoda, CDU-Fraktionschef: „Wir wollen wissen, was eine Sanierung kostet und was auf jeden einzelnen Bürger dann zukommen kann.“ Er regte an, dies in einem Anschreiben jedem Bürger auch mitzuteilen. Einig war sich der Ausschuss, das Projekt vorerst ruhen zu lassen und empfahl dies auch dem Rat. So geisterten „fünf“ oder vielleicht sogar „zehn Jahre“ durch den Raum. Das wiederum veranlasste Peter Herbel (CDU) zu der Bemerkung: „In fünf Jahren ist wieder alles teurer.“

Ratenzahlung möglich

Tupat: „Als Gemeinde wären wir bereit, den Bürgern ihren Beitrag zu stunden oder sie in Raten zahlen zu lassen. Dabei denke ich durchaus an Summen von 100 Euro im Monat. Jeder Bürger kann mich deshalb persönlich ansprechen.“ Anwohner, die sich während der Bürgerfragestunde zu Wort meldeten, äußerten ihre Sorge, eine sanierte Straße lade womöglich zum Rasen ein. Das wiederum konterte Michael Schlieck (CDU): Meist seien es die direkten Anwohner selbst, die in ihrem Umfeld zu schnell fahren würden.

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