Peter Herbel gestorben

Peter Herbel ist mit 81 Jahren gestorben.
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Peter Herbel ist mit 81 Jahren gestorben.

Es ist eine Nachricht, die viele Menschen in Nachrodt erschüttert: Peter Herbel ist tot. Nach kurzer schwerer Krankheit verstarb er am Sonntag (10. Januar) im Alter von 81 Jahren im Klinikum Hellersen.

Nachrodt-Wiblingwerde – „Eine deutsche Eiche knarrt, aber sie fällt nicht“, war ein Lieblingsspruch von Peter Herbel, der bis zuletzt gehofft hat, dass er wieder gesund wird. Er verlor den Kampf, den er als seine schwerste Zeit im Leben bezeichnete.

Der Abschied von Peter Herbel ist am Mittwoch, 20. Januar, ab 12 Uhr in der evangelischen Kirche Nachrodt-Obstfeld. Aufgrund der Pandemie müssen sich die Trauergäste anmelden. Die Sitzplätze in der Kirche sind begrenzt.

Mann mit Ecken und Kanten

Dabei darf man damit rechnen, dass sehr viele Weggefährten Peter Herbel die letzte Ehre erweisen möchten. 48 Jahre gehörte Peter Herbel ununterbrochen einem kommunalen Parlament an, 34 Jahre war er Fraktionsvorsitzender der CDU in der Doppelgemeinde. Er leitete die Geschicke mit viel Sachverstand, mit viel Enthusiasmus und mit viel Herzblut.

Er war ein Mann, der sich nicht scheute, seine Meinung zu sagen, der deshalb auch aneckte, der politisch leidenschaftlich streiten konnte, dass sich die Balken bogen, der aber auch mit Andersdenkenden wenig später wieder ein Bier trank. Trotz unterschiedlicher Meinungen den gegenseitigen Respekt nie verlieren: Das war seine Devise und Hoffnung zugleich.

Peter Herbel: ein Mann voller Kampfgeist

Peter Herbel: harte Schale, weicher Kern. Er liebte seine Heimatgemeinde und sagte in einem Interview: „Mein Anliegen ist und war es immer, die Bürger zu schützen. Ich habe nie den Anspruch erhoben, über die alleinige kommunalpolitische Weisheit zu verfügen.“

Wenn er aber einer festen Überzeugung war, ließ er nicht locker. So kämpfte er beispielsweise vehement für den Erhalt der Rastatt. Legendär sind seine klaren Ansagen und sein trockener Humor: „Herr Vorsitzender, meine Damen und Herren: Ich glaube, der Referent will uns hinter die Fichte ziehen.“

Lieblingsplatz: die „Ranch“ am Dümpel

Peter Herbel war aber nicht nur kommunalpolitisch aktiv: Zehn Jahre war er auch ehrenamtlicher Richter am OVG Münster und 20 Jahre Schöffe am Landgericht Hagen. Sein Lieblingsplatz in der Gemeinde war seine „Ranch“ am Dümpel, wie er sie immer lachend bezeichnete.

Dort verbrachte er jede freie Minute, dort hatte er schöne Erinnerungen an seine Kindheit. Nur ein altes Kofferradio mit Kassette stand auf einem kleinen Tisch. „Mehr brauche ich nicht“, erzählte Peter Herbel, der schmerzlich vermisst werden wird. Ohne ihn wird die Debattenkultur ärmer, wird ein echtes Urgestein der Gemeinde fehlen.

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