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Gesamte Feuerwehr muss ausrücken - wieder Fehlalarm

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Von: Lydia Schmitz-Machelett

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Erneut musste die Wehr zum Perthes-Haus ausrücken.
Erneut musste die Wehr zum Perthes-Haus ausrücken. © Robert Michael/DPA

Alle verfügbaren Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehr Nachrodt-Wiblingwerde waren Freitagmorgen wieder im Einsatz. Der Grund: ein Fehlalarm – einer von vielen in den vergangenen Tagen.

Nachrodt-Wiblingwerde – Es ging wieder zum Perthes-Haus an der Geschwister-Scholl-Straße in Nachrodt. Dort hatte die Brandmeldeanlage ausgelöst. Ein Alarm in einer solchen Einrichtung setzt gleich viele Einsatzkräfte in Bewegung. „Es stimmt schon, es war im Perthes-Haus glaube ich inzwischen der vierte Alarm innerhalb weniger Wochen“, berichtet Feuerwehrchef Mark Wille. Dennoch fahre man nicht entspannter zur Einsatzstelle: „Die Anspannung ist gleich. Klar, im Hinterkopf denkt man, es könnte wieder ein Fehlalarm sein, aber im Nachrodter Hof haben wir gesehen, dass es irgendwann auch mal ein echter Alarm sein kann und dementsprechend machen wir da keinen Unterschied. Wenn die Meldung kommt, machen sich alle fertig und fahren genauso los wie zu jedem anderen Einsatz“, betont Wille.

Am Freitag war schnell klar, dass es sich um einen Fehlalarm handelte. Das zweite Fahrzeug aus Wiblingwerde wurde noch auf der Anfahrt von der Leitstelle gestoppt und zurück geschickt. Ob solche sich wiederholenden Einsätze ärgerlich sind? „Nein. Das Perthes-Haus gibt es jetzt schon lange und bisher gab es nie Probleme mit der Anlage. Aber natürlich sollten die Fehlerquellen gesucht werden. Und ja, es ist natürlich auch so, dass diese Einsätze auch etwas kosten“, sagt Wille.

So müssten seitens der Gemeinde Arbeitgebern Lohnausfälle gezahlt werden, wobei die meisten da sehr kulant seien und so die Feuerwehr unterstützten. Aber an der einen oder anderen Stelle gebe es natürlich auch Produktionsausfälle, wenn der Mitarbeiter für die Feuerwehr seinen Arbeitsplatz verlasse. „Wir sind super froh, dass die Arbeitgeber da so kulant sind“, betont Wille. Außerdem entstünden natürlich Kosten durch den Einsatz von Fahrzeugen und Technik. „Letztlich ist das aber alles nebensächlich. Es ist gut, dass es diese Anlagen gibt und für uns wäre auch der 100. Fehlalarm kein Grund, nachlässiger zu werden“, sagt der Feuerwehrchef.

Daher werde das Gebäude auch bei vermeintlichen Fehlalarmen von der Feuerwehr kontrolliert. „Es kann ja doch immer mal etwas Verstecktes sein“, erklärt Wille. Freitagmorgen war es allerdings wirklich wieder ein Fehlalarm und die Einsatzkräfte konnten schnell wieder einrücken.

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