Vielfältiges Berufsspektrum für Berufseinsteiger

Matthias Schmidt (r.) erklärte den Hauptschülern, wie vielfältig die beruflichen Möglichkeiten in den Betrieben der Metall- und Elektroindustrie sind. Foto: Griese

Nachrodt-Wiblingwerde - Mit knapp 24.000 Betrieben und rund 3,6 Millionen Mitarbeitern ist die Metall- und Elektroindustrie (M+E) zwar das Herz der deutschen Wirtschaft, doch auch diesen Riesen drücken Probleme. Das größte ist der Mangel an Facharbeitern. Jugendliche aus Nachrodt-Wiblingwerde könnten helfen, daran etwas zu ändern.

Mit einem Informationsbus der M+E hat der Märkische Arbeitgeberverband in der vergangenen Woche an der Albert-Schweitzer-Hauptschule Station gemacht und auf die beruflichen Möglichkeiten in den M+E-Betrieben hingewiesen. „Vor zehn oder 15 Jahren konnten sich die Unternehmen die Azubis noch aussuchen, aber das ist vorbei“, sagte Berater Matthias Schmidt, der mit seinem Kollegen Detlef Oehme in dem großen Gelenkbus aufzeigte, wie vielfältig das Ausbildungsspektrum in den Betrieben der Metall- und Elektrobranche ist.

Dabei ging es den Beratern auch darum, den Jugendlichen überhaupt erst einmal vor Augen zu führen, wie sehr die Metall- und Elektrobranchen inzwischen das tägliche Leben beeinflussen. „Wo fängt denn bei der Milch die Industrialisierung an“, wollte Matthias Schmidt von den Siebt- bis Neuntklässlern wissen – und sah in einigermaßen ratlose Gesichter. Dass bereits die Melkmaschine von Facharbeitern der Branche entwickelt worden ist, war den meisten Jugendlichen ganz offensichtlich nicht bewusst.

„Was wir hier tun, ist Nachwuchswerbung. Wir suchen die Facharbeiter für morgen, indem wir den jungen Leuten Denkanstöße geben und ihr Interesse für nicht alltägliche Berufe wecken“, sagte Matthias Schmidt über die Aufgabe der Berater, die in neun Bussen der M+E-Industrie bundesweit unterwegs sind. Vielleicht ist ihm und seinem Kollegen Detlef Oehme das in Nachrodt gelungen. Bedarf an Nachwuchs haben die Betriebe der Mettall- und Elektro-Industrie jedenfalls: Die rund 200 000 jungen Leute, die in den Betrieben ihre Berufsausbildung absolvieren, sind nämlich immer noch zu wenig, um den wachsenden Bedarf an Fachkräften zu decken. von Volker Griese

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