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Osterwege gut besucht: Familien benennen ihre besonderen Highlights 

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Von: Lydia Schmitz-Machelett

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Stefanie Funda nahm mit ihren Töchtern Tabita (hier im Bild) und Jemina am Osterweg in Nachrodt teil.
Stefanie Funda nahm mit ihren Töchtern Tabita (hier im Bild) und Jemina am Osterweg in Nachrodt teil. © Privat

Auf geht’s, das wird ein richtiges Abenteuer: Heute wird die Bibel zum Leben erweckt. Am Osterwochenende haben sich das wohl viele Familien in der Doppelgemeinde gesagt. Das AK hat drei Familien über die Osterwege in Nachrodt und Wiblingwerde begleitet.

Nachrodt-Wiblingwerde – Los geht es in Wiblingwerde am Dorfplatz. Familie Renfordt macht sich auf den Weg. Vor allem die beiden größeren Kinder Jorek und Emmeline sind schon richtig aufgeregt und können kaum erwarten, dass es endlich losgeht. Neugierig stehen sie vor dem ersten Schild auf dem Wiblingwerder Dorfplatz.

Das Abenteuer beginnt

Hier gibt es den Einstieg in die Ostergeschichte und den ersten Hinweis, wie es weiter geht. Drei Mal rechts abbiegen und dann in eine kleine Sackgasse. Das Abenteuer beginnt. Wo ist wohl die kleine Sackgasse, an deren Ende eine Kiste stehen soll? Neugierig schauen die Kinder hinter jedes Haus. Irgendwo muss sie doch sein.

Weit ist der erste Hinweis nicht versteckt. Auf einem Plakat erzählt Petrus, dass er Jesus einen jungen Esel besorgen soll, mit dem er später in Jerusalem einreiten möchte. Die genaue biblische Geschichte gibt es per Video. Mit dem Handy kann das Video mittels QR-Code aufgerufen werden und direkt vor Ort geschaut werden. Julian Wichel von der Christlichen Versammlung liest darin vor. Auf jedem Plakat finden sich übrigens ein Esel und ein Buchstabe.

Die Buchstaben ergeben am Ende ein Lösungswort. An dieser Station werden aber alle erst einmal ausgerüstet. Jede Familie bekommt einen Umschlag mit Materialien, die auf dem Weg benötigt werden. Stifte, eine Wanderkarte und ein Zettel für das Lösungswort sind beispielsweise darin. Weiter geht’s.

Augenmaß ist gefragt

An der Abzweigung „Über dem Dorfe“ steht das nächste Schild. Hier ist von den Kindern Augenmaß gefragt. Die Familie soll schätzen, wie viele Fußlängen die Straßenlaternen voneinander entfernt sind. Die Strecke führt danach weiter über den Waldlehrpfad.

„Am besten gefällt uns, dass die Kinder wirklich an jeder Station etwas ausprobieren können. Die Aufgabe, wo sie Mimiken nachmachen konnten und raten sollten, was derjenige gerade fühlt oder denkt, fanden sie super und natürlich die Aufgabe mit dem Kreuz“, erzählt Johanna Renfordt am Ende beim Resümee. Aus einem Blatt Papier ein Kreuz zu reißen war nicht nur ein Spaß, sondern jeder Papierschnipsel hat am Ende auch noch eine Bedeutung bekommen. Unterwegs war auch Familie Lüno.

Mit Hündin Tinkerbell hatten sie sich auf die gut 2,8 Kilometer lange Runde begeben. „Wir fanden am lustigsten das Tannenzapfenwerfen im Wald“, erzählt Tochter Lea Lüno. Mutter Svenja ist ebenfalls begeistert: „Jede Aufgabe war toll beschrieben und es wurde einfach nicht langweilig. Und die leckere Waffel zum Abschluss hat das Ganze noch abgerundet.“

Impulse mittels QR-Code

In Nachrodt organisierten die christlichen Gemeinden den Osterweg gemeinsam. Los ging es an der Grundschule. Wie auch in Wiblingwerde gab es Videos mit Lesungen und Impulsen mittels QR-Code und kreative Aufgaben. Auf den Schulhof konnten die Kinder zum Start beispielsweise Palmblätter malen für Jesu Einzug in Jerusalem. Während die einen gerade beginnen, ist Familie Funda bereits am Ende, am Ehrenmal, angekommen.

„Wir fanden den Osterweg echt schön gemacht“, berichtet Stefanie Funda. Den Kindern haben die Stationen am besten gefallen, an denen man selbst kreativ werden konnte. Zum Beispiel das Schmücken des Kreuzes nach Jesu Auferstehung. „Leider sind die Seile für die Knotenkunde an der evangelischen Kirche entwendet worden. Stefan Rapp von der Lennekirche war aber schon auf dem Weg neue dorthin zu bringen“, berichtet Stefanie Funda.

Das Fazit: Beide Osterwege boten am Wochenende ein echtes Erlebnis für die ganze Familie. Die Strecke in Wiblingwerde war mit Kindern angenehmer zu laufen, unter anderem weil kaum auf Autos geachtet werden musste. In Nachrodt waren dafür die großen Figuren und die Bilder der Grundschüler echte Hingucker.

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