„Lenne lebt“ soll 2015 in die zweite Runde gehen

Landschaftsarchitektin Rebekka Junge erklärte nicht nur Minister Groschek geduldig, was im Umfeld der Rastatt geplant ist. - Foto: Hornemann

Nachrodt-Wiblingwerde - Von „Lenne lebt“ werden die Nachrodt-Wiblingwerder noch lange zehren: Als rundum gelungen haben viele Akteure den Aktionstag wahrgenommen. Eine Fortsetzung im nächsten Jahr ist sehr wahrscheinlich: Die Initiative LenneSchiene hat bereits angedeutet, dass die umgesetzten Projekte gebührend gefeiert werden sollen. „Bei so einer Feier sind wir auf jeden Fall wieder mit am Start“, erklärte Axel Boshamer gestern auf Anfrage.

Dann allerdings sollte sich ein Team bilden, um die Feier zu organisieren. Ohne zu wissen, wie groß die Beteiligung werden würde, hatte sich der Fachbereichsleiter vom Amtshaus aus darum gekümmert, dass die Fäden zusammenlaufen. „Es war am Anfang ja nicht damit zu rechnen, mit welchem Eifer sich die Vereine und Institutionen hier einbringen würden“, beschreibt Boshamer seine eigene Verblüffung. Dann war dem Fest auch noch das Glück hold: Die Ferienspieler der St. Josef-Gemeinde verlegten ihren Abschluss in den Open-Air-Gottesdienst auf dem Festgelände und das Wetter spielte auch gut mit. „Das waren zwei Faktoren, die uns richtig Publikum eingebracht haben“, blickte Boshamer zurück.

Mehr als 200 Gäste hatten den gelungenen ökumenischen Gottesdienst verfolgt. Darunter waren nicht nur Mitglieder der evangelischen und katholischen Kirchengemeinden vor Ort, sondern auch Mitglieder der Christlichen Versammlung, der Evangelisch-freikirchlichen Gemeinde und der muslimischen Gemeinschaft. „Diese Leute haben sich anschließend richtig schön auf der Meile verteilt. Es gab ein abwechslungsreiches, aber nicht überfrachtetes Verpflegungsangebot, das sehr gut in Anspruch genommen wurde. Und das Programm im Laufe des Tages hat Menschen aus allen kulturellen Hintergründen und Altersgruppen angesprochen“, bilanzierte Boshamer.

Über Leerlauf hätten sich weder der katholische Kindergarten, noch das Jugendzentrum mit Spiel- und Bastelangeboten beklagen können. „Und wie sich die Angler da eingebunden haben, war einfach super“, so Boshamer. Der Verein hatte aufgrund der unberechenbaren Lenne-strömung kein Schauangeln veranstaltet, aber anhand von Lehrvideos und der eigenen Ausstattung das Hobby vorgestellt. Um auch einen kulturellen Programmpunkt beisteuern zu können, hatten die Mitglieder die Iserlohner Drummer eingeladen, die nicht nur einen tollen Sound über den Festplatz legten, sondern einen schönen Kontrast zu den Dudelsäcken der Scottish Volunteers und den Stimmen der heimischen Chöre bildeten. Schon am Vorabend hatte Ernst-Jörg Pühls Trompetenspiel von Klaras Höhe hinab ehrfürchtiges Schweigen und Lauschen auf dem Festplatz ausgelöst.

„Wir haben an diesem Wochenende Menschen aus Hemer, Balve und Letmathe begrüßt, die betont haben, dass wir uns mit unserem Programm nicht verstecken mussten im Vergleich zu den anderen Kommunen“, so Axel Boshamer. Knapp 1000 Gäste hatte es auf das Gelände hinter der Rastatt gezogen. Rebekka Junge von der für den Umfeld-Umbau verantwortlichen Landschaftsarchitekten-GmbH hatte anhand der für Laien gut gestalteten Baupläne vielen Menschen anschaulich erklären können, was am Lenneufer bis Oktober entsteht.

Auch die Mitwirkenden empfanden „Lenne lebt“ als gelungen. Der MGV Wiblingwerde hatte den Aktionstag genutzt, um mit großformatigen Plakaten für sich zu werben. „Wir haben noch keinen Kassesturz gemacht. Aber für uns war schon das Dabeisein schön“, erklärte Vorsitzender Walter Trimpop. „Wir würden auf jeden Fall noch mal mitmachen!“ - Ina Hornemann

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