Verkauf der „Alten Schule“ ist zurückgestellt

Würde die „Alte Schule“ verkauft, ist das letzte öffentliche Gebäude in Veserde verschwunden. „Dann ist ein öffentliches Leben nicht mehr möglich“, hieß es aus der Politik. -  Foto: Machelett

Nachrodt-Wiblingwerd - Sie steht leer – die „Alte Schule Veserde“ und eigentlich hätte die Gemeinde Nachrodt-Wiblingwerde sie verkaufen können.

Die Familie Holzrichter hatte nämlich ihr Interesse bekundet.

Doch die Mitglieder des Rates entschieden aus zwei Gründen anders: Im Gespräch ist – nachdem das Sanierungs-Desaster in gemeindeeigenen Gebäuden bekannt wurde – eine Immobilien-GmbH, in der auch die Alte Schule Veserde aufgenommen werden sollte und müsste. Und: Wird die „Alte Schule“ verkauft, ist das letzte öffentliche Gebäude in Veserde verschwunden. „Dann ist ein öffentliches Leben nicht mehr möglich“, hatte Gerd Schröder argumentiert. Möglicherweise hätten jüngere Generationen ein Interesse daran, wieder etwas auf die Beine zu stellen. Konkrete Pläne gibt es zwar aktuell nicht, aber mit einem Verkauf würde man alle Hoffnungen rauben. Seitdem es den gemischten Chor und die Löschgruppe Veserde nicht mehr gibt, ist das frühere Schulgebäude komplett verwaist. „Wir können es natürlich nicht zehn Jahre leer stehen lassen, dann ist es kaputt. Aber wir sollten die Option für eine mögliche Nutzung noch ein, zwei Jahre offenhalten und darüber nachdenken“, so Gerd Schröder, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der SPD, im Gespräch mit dem Altenaer Kreisblatt. Der Verkauf des traditionsreichen Gebäudes wurde einstimmig vom Rat zurückgestellt.

Zum Thema „Immobilien-GmbH“ kann die Gemeindeverwaltung noch keine Auskunft geben. Zunächst müssten die Auswirkungen und die Vor- und Nachteile geklärt werden.

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