Coverbands können so viel Spaß machen

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Herocks am Lenneufer: Da ging gut die Post ab.

Nachrodt-Wiblingwerde - Die „Hütte“ am Lenneufer war nicht voll. Dabei war es eine (fast) laue Endsommer-Nacht, der Sichelmond strahlte direkt über der Bühne, die Lenne plätscherte gemächlich vor sich hin. Eine grandiose Atmosphäre unter freiem Himmel. Etwa 250/300 Leute feierten mit Herocks, sangen mit Herocks, bejubelten Herocks - 500 hätten dieses sensationelle Konzert mitleben können. Miterleben sollen. Eigentlich müssen.

 „Kommt nahe an die Bühne. Oder hat hier jemand hingebrochen?“, witzelte Manuel, Sänger der Combo, der mit der bezaubernden und quirligen Jini durch die Nacht rockte. „Der Ton ist nicht wichtig, die Lautstärke zählt“, galt nur für die Zuschauer beim Mitsingen. Die Band dagegen schaffte es augenscheinlich mühelos, die Perlen der Musikgeschichte mit ihrem eigenen Stil („umgemodelt“, wie die Band es nennt) zu versehen und musikalisch zu überzeugen Also: nicht so nah wie möglich am Original, mehr „beinhart“.

Einer der Lieblingssongs, die besonders gefielen: Rebel Yell von Billy Idol. Mega. Das Publikum liebte es ebenso wie zum Beispiel „Time After Time“ von Cyndi Lauper oder Walk On Water von Thirty Seconds To Mars, bei dem das Publikum Männlein gegen Weiblein „O-ho O-ho“ in den blauen Himmel brüllte. Ein Abend der guten Unterhaltung, – mit Musikern, die kein Set herunterleierten, sondern „richtig Laune“ hatten. Können sowieso.

Cover kann so viel Spaß machen. Und wenn dann noch ein Rotwein für Jini, ein Handtuch für den Schlagzeuger und von einem Fan ein Taxi-Dienst nach Hause angeboten werden, ist das Sahnehäubchen für die Band garantiert.

 Apropos Band: Auch Robin, Cihan und Christian, die mit ihrer Band „Dan Moses“ den Einheizer spielten, waren rauchig-rockig unterwegs und legten die musikalische Messlatte am Vorabend des Lenne lebt-Tages hoch. Auf Deutsch („Willst du“ von Robin Schulz) oder Englisch („Blame it on me“) überzeugte das Trio, das auf Schlagzeuger Felix verzichten musste - und dennoch vor allem stimmlich überzeugte.

 „Wir haben selten Gigs, die ultra-scheiße sind“, schmunzelten die Musiker, die erst seit Januar 2017 mit „Dan Moses“ durch die Gegend tingeln. Dass das eine oder andere Stück tatsächlich fast besser als das Original rüberkam, machte Lust auf mehr. Tatsächlich hatte der Kulturschock als Veranstalter des Konzertes ein glückliches Händchen bewiesen. Fragt sich nur, ob die Einnahmen reichen, um Plus/Minus aus der Geschichte herauszukommen. Edeka-Chef Kai Kantimm versprach noch am Abend Unterstützung.

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