Mitwirken am Gemeindeentwicklungsplan

Ideen für die Gemeinde: Online-Beteiligung bis Mittwoch

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Bürgermeisterin Birgit Tupat freut sich über die vielen Ideen der Bürger zum Gemeindeentwicklungsplan.

Nachrodt-Wiblingwerde - Informieren, inspirieren, mitgestalten: Noch bis Mittwoch haben alle Nachrodt-Wiblingwerder die Möglichkeit, im Online-Portal unter https://plan-portal.de/nachrodt-wiblingwerde/ ihre Visionen und Wünsche für die Zukunft der Gemeinde kundzutun.

Nachdem die Auftaktveranstaltung zum Gemeindeentwicklungsplan einen durchschlagenden Erfolg feierte, läuft auch die Ideen-Sammlung im zweiten Stepp großartig.

„Wir waren alle total begeistert, auch Herr Scholle von planlokal“, sagt Bürgermeisterin Birgit Tupat zum großen Interesse der Bürger beim ersten Treffen für die Aufstellung des integrierten kommunalen Entwicklungskonzeptes. „Dass Bürger aus allen Teilen der Gemeinde da waren, dass auch Leute von vielen Vereinen und Verbänden mitgemacht haben, hat mich stolz gemacht. Es ist den Menschen wichtig. Und sie sehen, welche Chancen jetzt bestehen“, sagt Bürgermeisterin Birgit Tupat.

Im Rahmen von drei großen Beteiligungsphasen – dem Auftaktforum, der Onlinebeteiligung und den Konzeptwerkstätten, die im Sommer stattfinden – sollen die Weichen für die Zukunft gestellt werden. Natürlich kann nicht alles und schon gar nicht sofort „gewuppt“ werden, aber Fördertöpfe scheint es ausreichend zu geben. Im Online-Forum sind zu den bereits in der Rastatt diskutierten Vorschlägen aktuell 15 Wünsche eingegangen.

So gibt es die Anregungen, die Wanderwege attraktiver zu gestalten, indem man mehr Sitzgelegenheiten schafft. Ein weiterer Vorschlag ist eine Verkehrsberuhigung an der Ein- und Ausfahrt nach Veserde. Verstärkte Bemühungen zum Erhalt von Amtshaus und Rastatt als historisch prägende Bauwerke und die Vermeidung der Beschädigung der Ortsbilder der gesamten Siedlungsstruktur durch die Errichtung weiterer Windenergieanlagen werden ebenso genannt wie die Idee, dass die Gemeinde auf der Klarashöhe oder etwa 100 Meter höher auf der Wilhelmshöhe eine Aussichtsplattform für Wanderer erstellen könnte.

Für junge Menschen gibt es den Vorschlag, sogenannte Pumptracks in Angriff zu nehmen. „Ich denke, die Errichtung einer entsprechenden Mountainbikestrecke würde die Region nicht nur touristisch attraktiver machen, sondern wäre auch ein spannendes Projekt und möglicher Treffpunkt für die jüngeren Bewohner der Höhendörfer“, schreibt Andreas Foller.

80 Bürger kamen zur Auftaktveranstaltung und brachten viele Ideen und Wünsche für den Gemeindeentwicklungsplan mit.

„In den Werkstätten wird man auf die Vorschläge eingehen, dann geht es an die Auswertung. Was ist möglich, welche Förderungen gibt es? Wenn man beispielsweise die Aufwertung von Spielplätzen möchte, gibt es einen Landesjugendplan mit Fördermöglichkeiten“, sagt Bürgermeisterin Birgit Tupat, die natürlich auch selbst Ideen eingebracht hat. „Es gibt sicher viele Herzensangelegenheiten“, schmunzelt die Bürgermeisterin, die unter anderem das Amtshaus als ortsprägendes Gebäude im Blick hat oder ein Dorfgemeinschaftshaus für Veserde für wichtig hält.

„Auch der Ausbau der Lenneroute muss angegangen werden. Das ist entlang der Bundesstraße eine Katastrophe. Das ist ja lebensgefährlich.“ Auch eine Barrierefreiheit in den Sportstätten, Stärkung der Vereine, Aufwertung der Schulhöfe, Umgestaltung des Märkischen Platzes und eine Rad- und Fußgängerbrücke im Bereich Finkingsen können und sollen diskutiert werden.

„Wir müssen natürlich auch berücksichtigen, dass wir als Gemeinde immer einen Eigenanteil stemmen müssen, und dass es auch Folgekosten gibt. Dann muss man auch ehrlich und fair sein und vielleicht das eine oder andere über Bord werfen. Wir sind alle erwachsen und können sachlich darüber sprechen. Aber dafür sind auch die Fachplaner da, die uns sagen können, was funktionieren kann und was nicht.“

Wie soll Nachrodt-Wiblingwerde in zehn Jahren aussehen? Welche Weichen müssen heute gestellt werden, damit die Gemeinde in Zukunft lebenswerter und attraktiver wird? Noch kann jeder mitmachen.

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