Wiblingwerder Einrichtung feiert 40-Jähriges und hält die Ortsteile zusammen

„Ohne Kindergarten wären wir nicht so verbunden!“

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Hau den Lukas? Ne, fang den Schaumkuss! Wer mit dem Tennisball den Punkt traf, der bekam eine der leckeren Süßigkeiten entgegen geschleudert und durfte den Gewinn natürlich sofort verzehren

Nachrodt-Wiblingwerde - Zum 40-Jährigen wurden keine großen Reden geschwungen, denn der Kindergarten Wiblingwerde kann mit seinen schönen Angeboten und der beliebten pädagogischen Arbeit für sich selbst sprechen. Der runde Geburtstag wurde am Samstag, 20. Mai,  deshalb mit einem passenden Motto gefeiert: „Wir gehen auf den Rummel“ war erklärtes Motto für Groß und Klein.

Ein Grußwort gab es dennoch und zumeist wurde es an Einrichtungsleiterin Martina Fischer gerichtet: „Herzlichen Glückwunsch!“ Die Erzieherin hat mit ihren 16 Dienstjahren ein großes Stück vom Weg der Einrichtung geebnet. 

„Natürlich gab es Umbrüche“, erinnert sie sich. „Als ich hier anfing, da gab es noch nicht die offene Arbeit, keinen Anbau und keine U-3-Betreuung. Es hat sich sehr viel getan in den vergangenen Jahren!“ Das Spielhäuschen mit dem beliebten Kletterdach aber steht für eine Beständigkeit, die sowohl schon Nadine Kayser (geb. Koch), wie auch ihre eigenen Kinder Merlin (8), Aron (6) und Leni (3) erlebt haben.

Leni ist ganz frisch im Kindergarten und fühlt sich dort so wohl wie ihre älteren Geschwister und auch einst die Mama. „Ich hätte meine Kinder nie hier betreuen lassen, wenn ich schlechte Erinnerungen an diesen Ort hätte. Es war hier immer bunt und lustig, da hatten wir schon eine gute Kindheit!“ berichtet die Veserderin. 

Nicht aber allein Eltern der aktuellen Besuchergeneration sind gekommen, um mitzufeiern. „Unsere Kinder Carina und Leonie sind 1999, beziehungsweise 2004 hier reingekommen“, schildert Doris Hülle bei Kaffee und Erdbeerkuchen mit ihrem Ehemann Gerwin.

Nachwuchs

Obwohl der Nachwuchs längst groß ist, freut sie sich sehr über ein Wiedersehen an diesem vertrauten Ort. „Gerade wir Mütter hatten ja hier oft zu tun. Kostüme zu Karneval basteln und jedes Jahr eine neue Laterne, denn die alte vom Vorjahr wäre doch uncool gewesen“, schildert sie lachend. Aber gerade der Laternenumzug (damals noch groß) wurde zu einem wichtigen Bindeglied ins frisch erschlossene Neubaugebiet.

Neubaugebiet

„Ohne die dort zugezogenen Familien gäbe es den Kindergarten vielleicht gar nicht mehr. Er verbindet die Ortschaften schon sehr stark!“ Mit 44 Kindern, sieben Erzieherinnen und gelegentlich einer Praktikantin steht es personell heute gut um die Einrichtung. Die kleine Kirchengemeinde als Träger muss trotzdem kämpfen, um sie halten zu können.

Jeder Cent

Jeder Cent aus den Rummelaktivitäten wie Karusselfahren, Schaumkussschleudern, Dosenwerfen und Schminken kommt deshalb der Gemeinde zu. Auf dass noch 40 weitere Jahre gefeiert werden können.

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