Tag der offenen Tür bei Wiblingwerder Feuerwehr

So sieht es aus, wenn Staub explodiert.

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ Ein buntes Programm erwartete die Besucher des Tags der offenen Tür bei der Feuerwehr Wiblingwerde. Führungen, Demonstrationen und eine große Party am Abend sorgten bei Klein und Groß für Unterhaltung.

Ein wahrer Hingucker unter den Einsatzfahrzeugen der Blauröcke war das neue Hilfslöschfahrzeug HLF 20/16, das erst seit März im Fuhrpark der Wehr zu finden ist. Neben Löscheinsätzen kommt es auch bei Verkehrsunfällen zum Einsatz, dank spezieller hydraulischer Rettungsgeräte, wie die Besucher bei der Vorstellung des 15-Tonners erfuhren. Im neuen Umkleideraum konnten sich die Gäste weitere Eindrücke über die Arbeitsweise der Helfer machen - wo laufen die Einsatzmeldungen auf, wie werden die Blauröcke alarmiert, nach welchem Ablauf rücken die Einsatzkräfte aus waren Aspekte, die hier beleuchtet wurden.

„19 Einsätze sind wir in diesem Jahr bereits gefahren“, berichtete Hauptbrandmeister Ralf Gottwald bei einer der Führungen. Seitdem es keinen Sirenenalarm mehr gebe, bekomme die Bevölkerung kaum noch mit, wann die Feuerwehr zu einem Einsatz fahre, so Gottwald. Mit der genannten Zahl belegte der Hauptbrandmeister deshalb deutlich, wie oft die Wehr dennoch zu einem Notfall gerufen wird.

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Feuerwehrfest in Wiblingwerde

Wie leicht es durch Unachtsamkeit zu einer Staubexplosion – beispielsweise in Bäckereien, Schreinereien oder sogar im eigenen Werkraum – kommen kann, verdeutlichte die Feuerwehr mit einer Demonstration im „Staubexplosionshaus“. Nicht weniger beeindruckt verfolgten Besucher die Ausbreitung von Rauch in einem „Brandhaus“. Hier wurde ein Feuer in einem Zimmer im Erdgeschoss nachgestellt. Schnell wurde deutlich: Ohne Rauchmelder haben Bewohner in den oberen Stockwerken keine Chance mehr, das brennende Haus noch rechtzeitig zu verlassen. Bis der beißende Rauch unter dem Dach ankommt, ist der Fluchtweg von Flammen bereits eingeschlossen.

Wie ein möglicher Löschangriff der Wehr im Ernstfall aussehen kann, demonstrierte die Jugendfeuerwehr den Besuchern vor dem Gerätehaus. In Windeseile hatte der Nachwuchs mit geübter Hand Schläuche ausgelegt und angeschlossen. Nur wenig später hieß es: „Wasser marsch“ - und aus zwei C-Rohren schoss das Löschmittel.

Ein Lotteriespiel sowie reichlich Verpflegung rundeten den Familiennachmittag ab, doch auch abends drängten sich noch zahlreiche Besucher um die Tische und Bänke. Mit einem DJ hatte die Wehr für entsprechende Unterhaltung gesorgt. Marco Nowak unterhielt im Gerätehaus - das zu diesem Zweck vorübergehend in eine Disco umgewandelt worden war - mit Partyhits. Von Oldies bis hin zu elektronischer Musik und den aktuellen Charthits reichte sein Repertoire – für jeden etwas also.

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