Kein Interesse an Klingestraße

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Nachrodt-Wiblingwerde - Es ist eine unendliche Geschichte. Ausgang: ungewiss. Dass die Anlieger der Klingestraße die Leidtragenden in einer verzwickten Situation sind, liegt auf der Hand. Aber kommt es jetzt noch dicker?

 Die Klingestraße sackt seit vielen Monaten immer wieder ab. Sie ist unterspült. Die Löcher werden immer wieder provisorisch gestopft. Eigentlich sollte Rettung nahen. Nachdem das Wasser aus dem Obergraben gelassen wurde, sollte die Sanierung der Mauer folgen. Das hatte der neue Eigentümer des Obergrabens nach AK-Informationen in Aussicht gestellt.

Aber augenscheinlich liegt das Vorhaben auf Eis. Stattdessen, so erfuhr das AK, möchte Christian Auer die Straße verkaufen. Und zwar am liebsten an die Gemeinde. Tatsache ist, dass ein Gespräch stattgefunden hat. „Aber in diesem Zustand nehmen wir die Straße natürlich nicht“, sagt Bürgermeisterin Birgit Tupat. Herr Auer, so die Bürgermeisterin, sei zudem der Ansicht, dass der Abwasserkanal für die Schäden an der Straße verantwortlich sei. „Das ist aber völliger Quatsch. Das Problem ist die marode Obergrabenwand.“ Fakt ist: Die Gemeinde hat kein Interesse am Erwerb der Klingestraße, möchte aber wissen, was die Instandsetzung kostet – „aber nicht, weil wir in der Pflicht stehen“, so Birgit Tupat.

Sie empfiehlt den Anliegern, sich anwaltlich beraten zu lassen – „um zu wissen, welche Pflichten sich aus dem Wegerecht ergeben.“ Mit anderen Worten: Um zu wissen, an welchen Kosten sie sich eventuell beteiligen müssen. „Uns sind die Hände gebunden“, sagt die Bürgermeisterin. Die Gemeinde kann nur bei „Gefahr im Verzug“ handeln – was sie das eine oder andere Mal an der Klingestraße getan hat. „Aber ich kann nicht deshalb eine Straße erwerben, damit ich Maßnahmen ergreifen kann.“ Von den finanziellen Mitteln ganz abgesehen. Eine Stellungnahme von Christian Auer gab es bislang nicht. Er ist im Urlaub.

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