Noch keine Entscheidung über Schul-Sanierung

Nicole Richardson, Sachverständige. ▪

NACHRODT-WIBLINGWERDE ▪ Die Entscheidung darüber, was aus der durch Asbest und Feuchtigkeit belasteten Grundschule Wiblingwerde werden soll, wird sich möglicherweise noch einige Monate hinziehen. Der Planungs- und Bauausschuss hat jedenfalls am Mittwochabend keine Entscheidung getroffen, und auch im Rat am nächsten Montag wird nach aller Voraussicht allenfalls über eine Teillösung des Problems entschieden.

Die Sachverständige Nicole Richardson, deren Büro die Schule untersucht hatte, stellte den Politikern noch einmal die möglichen Sanierungsschritte vor. Dabei wurde schnell deutlich, dass die Ursachen für die Feuchtigkeitsschäden im Keller und im Dachstuhl auf jeden Fall beseitigt werden müssen. Die anderen Quellen der Belastung durch Asbest und Gerüche könnten nach ihrer Darstellung nachrangig behandelt werden, wenn Kosten gespart werden sollten.

Insbesondere die SPD-Fraktion sprach sich allerdings dafür aus, sämtliche Schäden an der Gebäudesubstanz zu beheben. So forderte beispielsweise Matthias Lohmann, „Nägel mit Köpfen“ zu machen, um den Wert des Gebäudes zu erhalten. Selbst eine Aufgabe des Schulstandortes Wiblingwerde wäre für ihn kein Grund, die Sanierung jetzt nur halbherzig durchzuführen. „Dann wird doch erst recht kein Geld mehr locker gemacht“, befürchtete er, dass die Gemeinde letztlich auf einer Schrottimmobilie sitzen bleiben könnte.

Bürgermeisterin Beatrix Naujoks verteidigte dagegen die von der Verwaltung vorgeschlagene Vorgehensweise, zunächst nur das Allernotwendigste zu sanieren. Bevor viel Geld in die Hand genommen werde, müsse ein Schulentwicklungsplan aufgestellt werden, der aufzeigen könne, wie es um die Zukunft der Grundschule Wiblingwerde bestellt sei.

Der Ausschuss sah sich am Mittwoch noch nicht in der Lage, dem Rat eine Empfehlung auszusprechen, wie es weitergehen soll. Diese Entscheidung soll nun der Rat am Montag, 9. Mai, selbst treffen. ▪ vg

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